Trump will keine Migranten aus „Drecksloch-Ländern“

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WASHINGTON
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In der Debatte um die Einwanderungspolitik der USA hat Präsident Donald Trump Insidern zufolge afrikanische Staaten als "Drecksloch-Länder" bezeichnet. Er fragte nach Angaben informierter Personen bei einem Gespräch im Weißen Haus, warum die USA an einem Zuzug von Menschen aus dieser Region ein Interesse haben sollten. Auch Einwanderung aus Haiti stellte Trump einem anderen Eingeweihten zufolge infrage. Stattdessen sollten die USA mehr Norweger ins Land lassen, soll Trump gesagt haben. Oppositionelle Demokraten warfen dem Präsidenten offenem Rassismus vor. Kritik hagelte es zudem aus Trumps eigenen Reihen der Republikaner. Trump reagierte, indem er seine Forderung nach dem Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko bekräftigte.

Trumps Äußerungen fielen den Insidern zufolge bei einer Besprechung mit zwei Senatoren, die ihn über Pläne für einen gemeinsamen Gesetzesvorschlag von Republikanern und Demokraten zur Einwanderungspolitik unterrichteten. Eine über das Gespräch informierte Person zitierte Trump am Donnerstag so: "Warum wollen wir alle diese Leute aus Afrika hier haben? Das sind Drecksloch-Länder. (...) Wir sollten mehr Leute aus Norwegen haben."

Der demokratische Senator Richard Blumenthal bezeichnete Trumps Bemerkungen als "abscheulichsten und heimtückischsten Rassismus, der nur schwach unter dem Deckmantel der Einwanderungspolitik verborgen wird". Die republikanische Abgeordnete Mia Love, Tochter von Einwanderern aus Haiti, bezeichnete Trumps Äußerungen als "unfreundlich, spalterisch, elitär und offen gegen die Werte der USA gerichtet". Ihre in Kuba geborene Kollegin Ileana Ros-Lethinen erklärte, Trumps Sprache gehöre sich weder an Stammtischen noch im Weißen Haus.

Trump besteht aus einer "grossen Mauer"

Trump warf den Demokraten im Gegenzug eine unverantwortliche Politik vor: Sie schienen darauf aus zu sein, von der südlichen Grenze der USA her Leute und Drogen ins Land strömen zu lassen und damit das Leben Tausender zu riskieren, twitterte Trump. "Es ist meine Pflicht, das Leben und die Sicherheit aller Amerikaner zu schützen." Es müsse eine "Große Mauer" gebaut werden.

Trump hat sich den Kampf gegen illegale Einwanderung auf die Fahnen geschrieben und wirbt seit dem Wahlkampf für eine Mauer an der Grenze zu Mexiko, deren Baukosten er dem südlichen Nachbarland übertragen will. Die mexikanische Regierung betonte am Donnerstag, sie werde niemals für eine Mauer zahlen. Trump hatte zuvor in einem Zeitungsinterview gesagt, Mexiko könne indirekt durch Veränderungen am Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (Nafta) zur Kasse gebeten werden. In der Nacht zu Freitag drohte Mexiko Insidern zufolge mit dem Abbruch der laufenden Nafta-Verhandlungen, sollte Trump die bestehende Vereinbarung mit Kanada und Mexiko aufkündigen.

Mit seiner Einwanderungspolitik hat Trump vor Gericht wiederholt Rückschläge erlitten. Zuletzt urteilte ein Richter, dass ein Schutzprogramm für junge Migranten, die als Kinder illegal ins Land gekommen sind, vorerst nicht wie von Trump vorgesehen beendet werden darf.

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