Türkei weist Behauptungen über eine beabsichtige Gülen-„Entführung“ zurück

DAILY SABAH
ISTANBUL
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REUTERS

Die türkische Botschaft in Washington bestritt am Samstag Behauptungen, wonach die Türkei darauf abziele, unrechtmäßige Methoden zur Auslieferung von Fetullah Gülen, dem in den USA beheimateten Führer der Gülenisten Terror-Gruppe (FETÖ), zu verwenden.

„Alle Behauptungen, die sagen, dass die Türkei für die Auslieferung von Gülen auf Mittel außerhalb der Rechtsstaatlichkeit zurückgreifen würde, sind völlig falsch, lächerlich und grundlos", heißt es in einer von der Botschaft veröffentlichten Erklärung.

Die FETÖ hatte unter der Führung von Fetullah Gülen den gescheiterten Putschversuch vom 15. Juli 2016 organisiert, bei dem 250 Menschen getötet und fast 2.200 verletzt wurden.

„Die Tatsache, dass Fetullah Gülen, der Drahtzieher all dieser Verbrechen, weiterhin Zuflucht in den Vereinigten Staaten findet, bleibt verwirrend und frustrierend für das türkische Volk", betonte er.

In der Erklärung wird betont, dass die türkische Regierung die sofortige Auslieferung von Gülen verlangt, damit er vor Gericht gestellt werde.

Die Erklärung kam kurz nachdem ein Bericht im Wall Street Journal. Darin behauptet Ermittler Robert Mueller, dass der ehemalige Sicherheitsberater des Weißen Hauses Michael Flynn sich im vergangenen Jahr zweimal mit türkischen Vertretern getroffen habe.

Laut Story fand das letzte Treffen mit türkischen Beamten im letzten Dezember statt, wo Flynn und seinem Sohn Michael Flynn Jr. angeblich 15 Millionen Dollar angeboten wurden, um Gülen von seinem Anwesen in Pennsylvania zu kidnappen.

Robert Kelner, Flynns Top-Anwalt, hatte jene Anschuldigungen am Freitag als „empörend" und „falsch" verurteilt.

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