Indische Betrügerbande beim Verkauf ungültiger TL-Banknoten ertappt

DAILY SABAH
ISTANBUL
Veröffentlicht 28.06.2017 16:58
Indische Betrügerbande beim Verkauf ungültiger TL-Banknoten ertappt

Die indische Polizei ertappte in der südindischen Stadt Bangalore eine Bande auf frischer Tat, als die Mitglieder versuchten, ungültige Türkische Lira-Banknoten an einen Geschäftsmann für 2,7 Millionen Rupien (36.900 €) zu verkaufen.

Laut einem Artikel der indischen Tageszeitung „The Hindu", wurden vier Personen, darunter ein 40-jähriger Polizeibeamter, am Dienstag verhaftet. Entsprechende Personen hätten versucht 78 ungültige Banknoten im Wert von 500.000 TL zu verkaufen.

Der Polizeikommissar der Stadt, Praveen Sood erklärte, dass die Verdächtigen vermutlich ein Teil einer internationalen Währungsbande seien und dass sie die entwerteten Banknoten nach Indien mit der „Hawala-Geldtransfermethode" geschmuggelt hätten, die außerhalb der Befugnis von Banken liegt.

Die Bande einigte sich zunächst mit dem Geschäftsmann und einem seiner Freunde, die Banknoten für 27 Lakh zu verkaufen. 27 Lakh (1 Lakh = 100.000 Rupien). Allerdings befürchtete das Duo, betrogen werden zu könnten, da der Nennwert der Banknoten 39.000.000 TL entsprach, was 71 Crore beträgt. (1 Crore = 10 Million Rupien) mit den aktuellen Wechselkursen.

Während den laufenden Verhandlungen ertappte die Polizei die Betrüger auf frischer Tat.

Als Teil der Umdenominierungen der „Türkischen Zentralbank" (CBRT), wurden am 1. Dezember 2005 von der türkischen Währung sechs Nullen entnommen und man änderte den Währungsnamen auf „Neue türkische Lira" (YTL).

Die alten Banknoten blieben in der gesamten Türkei bis zum 1. Januar 2006 gültig. Eine 10-jährige Übergangsfrist wurde gesetzt, somit konnte man in der „Türkischen Zentralbank" und in den Filialen der „Ziraat Bankası" alte Banknoten mit neuen Banknoten austauschen.

Das Wort „neu" wurde im Jahr 2009 fallen gelassen und neue Banknoten sowie Münzen wurden ausgestellt. Auch wenn „YTL" nur ein Jahr gültig war, werden sie bis 2019 von den „CBRT-" und „Ziraat"-Bank-Filialen weiterhin akzeptiert.

„The Hindu" berichtete über mindestens fünf ähnliche Fälle innerhalb eines Jahres, darunter auch in Andhra Pradesh und Hyderabad.

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