China verbannt Cartoon-Charakter Winnie Puuh

DAILY SABAH MIT AGENTUREN
ISTANBUL
Veröffentlicht
Archivbild

Diesen Sonntag wurden in China Cartoon Charaktere, wie Winnie Puuh in den Sozial Medien gesperrt.

Eine genaue Angabe darüber weshalb der gelbe Bär in China nicht mehr erwünscht ist gibt es nicht. Es steht die Behauptung im Raum, dass der als „etwas dümmlich" geltende Bär in der Vergangenheit als sogenanntes „Meme'' benutzt wurde, um ihn als Vergleich zum chinesischen Präsidenten Xi Jinping heranzuziehen.

Tweets mit Abbildungen, worauf Winnie Puuh dem Präsident ähnelt, konnten bis letzten Montag noch auf Plattformen, wie Twitter gepostet werden.

Sucheingaben wie „Little Bear Winnie'', der Chinesischer Name von Winnie Puhh führen nun zu einer „Error"-Meldung. Obwohl die Emojis des Bären von sämtlichen Plattformen wie „WeChat'' offiziell entfernt wurden, kann man immer noch von Nutzer entworfene Sticker verwenden.

Der erste bekannten Vergleiche von Winnie Puuh und Xi Jinping wurden 2013 gemacht. Ein Bild von Puuh und seinem schlanken, großen Freund „Tigger'' der dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama ähneln sollte, erlangte dabei besonders große Popularität.

Im Jahr 2014 ging ein Foto von Xi mit dem Japanischen Ministerpräsident Shinzo Abe viral, wo die beiden mit Winnie Puuh und seinem Freund „I-Aah'', dem Esel, verglichen wurden.

2015 wurde das Foto von Xi mit einem von Winnie Puuh ausgetauscht. Das Bild in welchem Xi Jinping auf der Spitze eines Umzugswagens steht wurde mit Puuh's Spielzeug Auto geshoppt. Es wurde in China zu dem meist zensierten Foto ausgewählt.

Die Kommunistische Regierungspartei ist bekannt dafür hoch sensibel zu reagieren, wenn es um unangebrachte Darstellungen ihres Präsidenten geht.

Am Montag haben viele chinesische Nutzer der Sozialen Medien zum Testen der Grenzen, ein Bild auf dem Puuh der Bär „Oh bother'' seufzt, gepostet.

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