40 Prozent der in Myanmar angegriffenen Rohingya-Dörfer völlig verlassen

DAILY SABAH MIT AFP
ISTANBUL
Veröffentlicht 14.09.2017 00:00
Aktualisiert 15.09.2017 14:37
EPA

Eine große Anzahl von Dörfern, die zuvor von Rohingya-Muslimen bewohnt waren bevor sie von der Armee Myanmars angegriffen wurden, sei nun völlig verlassen, gab die Regierung am Mittwoch bekannt.

Laut dem Regierungssprecher Zaw Htay wurden seit dem 25. August insgesamt 471 Dörfer in drei Gemeinden zum Ziel der Armee, wobei 176 nun menschenleer sind. In 34 der Dörfer sollen sich nur noch wenige Bewohner befinden.

Zaw Htay sagte, dass Myanmars De-Facto-Staatsoberhaupt Aung San Suu Kyi am Dienstag die Nation bezüglich der Rohingya Flüchtlingskrise ansprechen werde.

Die Gewalt gegen die muslimische Minderheit Myanmars resultierte in einer Massenflucht von fast 380.000 Rohingya, die fast ausschließlich zum benachbarten Bangladesch geflohen sind.

Der UN-Sicherheitsrat hat an die Regierung von Myanmar appelliert, „sofortige Schritte" zur Beendigung der Gewalt im dortigen Bundesstaat Rakhine zu ergreifen. In einer am Mittwoch in New York veröffentlichten Erklärung zeigte sich das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen besorgt über den Einsatz von „übermäßiger Gewalt" bei der Militäroperation gegen die muslimische Rohingya-Minderheit in dieser Region.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres rief Myanmar auf, die Gewalt gegen die Rohingya zu beenden. Die Regierung müsse ihre Militärkampagne stoppen und die Prinzipien des Rechtsstaats aufrechterhalten.

Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen