Unglück bei Hilfslieferung für Rohingya-Flüchtlinge: Neun Tote

DAILY SABAH MIT AFP
ISTANBUL
Veröffentlicht 21.09.2017 00:00
Aktualisiert 21.09.2017 11:50
AFP

Bei einem Hilfseinsatz für Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar hat es in Bangladesch ein schweres Unglück mit mehreren Toten gegeben. Ein Lastwagen des Roten Kreuzes mit Hilfslieferungen verunglückte am Donnerstag nahe der Grenzstadt Cox's Bazar in Bangladesch, wie die Polizei mitteilte. Mindestens neun Menschen kamen ums Leben.

Nach Polizeiangaben verlor der Fahrer des Lastwagens die Kontrolle über das Fahrzeug. Bei den Opfern handelt es sich den Angaben zufolge überwiegend um Arbeiter, welche die Hilfsgüter verteilen sollten.

Seit Ausbruch der Gewalt in dem südostasiatischen Land Myanmar am 25. August sollen mindestens 400 Menschen getötet worden sein, während etwa 420.000 Rohingya aus Myanmar nach Bangladesch flohen.

In der Region gibt es seit 2012 massive Spannungen zwischen den buddhistischen und muslimischen Volksgruppen.

Im Oktober vergangenen Jahres schaltete sich die UN ein und veröffentlichte einen Bericht über Menschenrechtsverletzungen durch die Sicherheitskräfte. Die UN dokumentierte Massen-Vergewaltigungen, Morde, auch an Kindern und Babys sowie vermisste Personen.

Die Rohingya sind die weltweit größte Staatenlose Gemeinde und einer der meist verfolgten Minderheiten.

Die sunnitischen Muslime werden von der Mehrheit der buddhistischen Bevölkerung in Myanmar mit Argwohn betrachtet. Sie gelten als illegale Einwanderer und werden als „Bengali" betitelt – obwohl viele von ihnen bereits seit Generationen in Myanmar leben.

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