Neuseeland: Vizepräsident Oktay und Außenminister Çavuşoğlu besuchen Anschlagsort und Opfer

DAILY SABAH
ISTANBUL
Veröffentlicht 18.03.2019 16:01
IHA

Vizepräsident Fuat Oktay und Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu haben am Montag die Opfer des Terroranschlags in der neuseeländischen Stadt Christchurch besucht und die weltweite Zunahme von Hass-Botschaften kritisiert. Dabei rief Oktay die Weltbevölkerung auf, eine „provokative Rhetorik" zu vermeiden. „Wir müssen beginnen, eine andere Sprache zu verwenden."

Oktay und Çavuşoğlu befinden sich derzeit zu einem zweitägigen Besuch in Christchurch, um ihre Solidarität mit Neuseeland zu bekunden und sich im Namen der Türkei gegen Islam- und Fremdenfeindlichkeit auszusprechen.


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Bei dem Attentat eines rechtsextremen Terroristen in zwei Moscheen waren am vergangenen Freitag mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen.

Oktay betonte, dass der Terrorismus keine Unterscheidung zwischen „Religion, Ethnie oder Region" mache, sondern die gesamte Menschheit betreffe.

Çavuşoğlu kündigte seinerseits an, dass der Rat der Außenminister der „Organisation für Islamische Zusammenarbeit" (OIC) am Freitag zu einer Dringlichkeitssitzung einberufen werde. „Hier werden wir eine Kommission bestehend aus Außenministern bilden, um die getroffenen Entscheidungen zu verfolgen. Wir werden dieses Problem auf allen Plattformen, einschließlich der UN, zur Sprache bringen. Wir werden nicht davon ablassen", so der Außenminister.

Die Muslime auf der ganzen Welt fühlten sich, so Çavuşoğlu, angesichts der wachsenden Islamfeindlichkeit und dem Rassismus „äußerst unwohl".

Oktay und Çavuşoğlu besuchten im Anschluss ihrer Rede die Verletzten des Terroranschlags im Krankenhaus, darunter auch die drei verletzten Türken.

Danach trafen sich die beiden mit Neuseelands Generalgouverneurin Patsy Reddy. „Wir gehen davon aus, dass der Terrorist unser Land gewählt hat, um berühmt zu werden", da es ein minimales Risiko für Terrorangriffe aufweise und er sich daher bei der Tat sicher gewähnt habe, sagte Reddy.

Reddy erklärte, dass die Verwundeten von einer Entschädigung profitieren würden. Neuseeland arbeite hart daran, um zu verhindern, dass sich der Terroranschlag vom Freitag in irgendeiner Weise auf die muslimischen Einwanderer auswirke.

Er betonte zudem die engen Beziehungen zur Türkei. Er habe die Freundschaft zwischen den Beiden Ländern während seines Besuchs in der Türkei im letzten Jahr deutlich vor Augen geführt bekommen. „Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat uns sehr gut empfangen."

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