Die „Bild“ hetzt gegen Deutsch-Türken

DAILY SABAH
ISTANBUL
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Die „Bild“ hetzt gegen Deutsch-Türken

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Die Hetze in den deutschen Medien geht weiter. Nachdem die Daily Sabah bereits über erste Reaktionen in den deutschen Medien berichtete, sorgen die Schlagzeilen weiterhin für Zündstoff. Im Fadenkreuz stehen nun die türkischen Wahlberechtigten in Deutschland. „Einen Despoten wählen – Deutsch-Türken verhelfen Erdoğan zum Sieg", heißt es auf dem Titelblatt der aktuellen „Bild"-Zeitung.


Jene werden für den Ausgang beim Referendum in Verantwortung gezogen, Präsident Erdoğan wird wieder mal als „Despot" bezeichnet und die deutsch-türkischen „Ja"-Wähler als seine Helfer stigmatisiert.

Den Deutsch-Türken wird vorgeworfen von den Vorteilen der deutschen Demokratie zu profitieren, in der Türkei jedoch für einen „Despoten" zu stimmen. Die „Bild" scheint wohl nicht zu wissen, dass man sich für ein demokratisches Präsidialsystem entschieden hat und ein despotisches Herrschaftssystem nicht zur Wahl stand. Von den Problemen - die im alten System immer wieder in Erscheinung traten und den politischen Prozess eher hinderten, statt zu fördern - scheinen die Redakteure keine Ahnung zu haben oder bewusst zu ignorieren.

Die „Bild" ist auch weniger für qualitative Inhalte, sondern für hetzerische Artikel und Schlagzeilen bekannt.

Die CDU nahe „Bild" behauptet sogar, dass die Entscheidung beim Referendum die innere Sicherheit gefährde und die Türken in Deutschland weiter rechts stehen würden als in der Türkei.

Die versöhnlichen Worte von Ministerpräsident Binali Yıldırım sucht man vergebens. Jener hatte direkt nach der Verkündung des Ergebnisses gesagt, dass nun „der Moment der Solidarität, der Einheit, des Zusammenhalts in der Türkei gekommen" sei.

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