PKK-Angriff auf Frankfurter Moschee

KAAN ELBIR @kaanelbir
ISTANBUL
Veröffentlicht 25.01.2018 12:41
Aktualisiert 25.01.2018 13:24
PKK-Angriff auf Frankfurter Moschee

Die Eyüp Sultan-Moschee in Frankfurt am Main ist erneut Ziel eines Übergriffs geworden. Diesmal beschmierten PKK-Sympathisanten das Eingangstor der Moschee mit den Namen der Terrororganisationen und Begriffen wie „İntikam" (dt. Rache).

In der Nacht auf Montag hatten bereits vier Personen den Lokalbereich der Moschee in Minden mit Flaschen und Steinen beworfen. An den Wänden des Lokals waren Schriftzüge wie „Rache für Afrin" zu lesen.

Auch auf das Gebäude der islamischen Gemeinde in Leipzig war Anfang der Woche ein ähnlicher PKK-Anschlag verübt worden.

Mustafa Yeneroğlu, Abgeordneter der regierenden AK-Partei, verurteilte die Angriffe. Politik und Sicherheitskräfte seien „mehr denn je in der Pflicht, muslimische bzw. türkische Einrichtungen vor terroristischen Angriffen zu schützen", so Yeneroğlu auf Twitter.

Die türkischen Streitkräfte (TSK) haben am Samstag die „Operation Olivenzweig" gestartet, die sich gegen den syrischen PKK-Ableger, die „Volksschutzeinheiten" (YPG) richtet. Ziel der Operation ist die Schaffung von Sicherheit und Stabilität entlang der türkischen Grenzen und der Region sowie die Beseitigung von Terroristen zum Schutz der syrischen Bevölkerung.

Die PYD/YPG stellt in Afrin nicht nur eine Bedrohung gegen andere Volksgruppen dar, sondern auch für kurdische Bevölkerungsteile, die sich dem Machtanspruch der PKK-Ableger nicht unterordnen wollen. Zwangsrekrutierungen, Verhaftungen oder Enteignung stehen in den PYD/YPG-Gebieten auf der Tagesordnung. Nach außen hin versucht die Propagandamaschine in der selbsternannten „Autonomen Region Rojava" ein rein positives Bild zu vermitteln. Es soll den Anschein einer demokratischen Ordnung inmitten einer krisengeschüttelten Region erweckt werden. Die westlichen Medien spielen bei der Verbreitung dieses verzerrten Bildes eine maßgebliche Rolle. Ferner entsteht so ein falscher Eindruck von den syrischen PKK-Ablegern.

Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen