NSU-Prozess: Letztes Plädoyer beginnt

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MÜNCHEN
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Finale bei den Plädoyers im NSU-Prozess: Als letzte Anwältin soll Pflichtverteidigerin Anja Sturm heute vor dem Oberlandesgericht (OLG) München ihr Plädoyer für die Hauptangeklagte Beate Zschäpe beginnen.

Sturm gehört zu dem Anwaltstrio, das die Angeklagte seit Beginn des Verfahrens vertritt, mit dem Zschäpe aber zerstritten ist. Sturms Plädoyer wird voraussichtlich bis zum Donnerstag dauern.

Zschäpe ist wegen Mittäterschaft an allen Verbrechen des «Nationalsozialistischen Untergrunds» angeklagt. Die Bundesanwaltschaft meint, sie sei so zu bestrafen, als habe sie die Taten selber ausgeführt. Dazu zählen vor allem zehn Morde an türkisch- und griechischstämmigen Gewerbetreibenden und einer Polizistin aus Fremdenhass und Hass auf den Staat. Die Anklage hat lebenslange Haft beantragt. Die Verteidiger bestreiten eine Mittäterschaft und fordern für die Terrorverbrechen des NSU Freispruch.

Das Plädoyer Sturms ist das letzte in dem seit über fünf Jahren laufenden NSU-Prozess. Der OLG-Senat muss sich dann noch mit Beweisanträgen der Zschäpe-Verteidiger befassen. Anschließend folgen nur noch die letzten Worte der Angeklagten und dann das Urteil - wenn alles planmäßig läuft.

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