Hitzfeld kritisiert DFB für falschen Umgang mit Özil und Gündoğan

DAILY SABAH MIT DPA
BERLIN, Deutschland
Veröffentlicht
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Trainer-Legende Ottmar Hitzfeld hat den DFB für den Umgang mit Mesut Özil und Ilkay Gündoğan kritisiert.

«Ich glaube, dass man Özil und Gündoğan damit keinen Gefallen getan hat, sie mit zur WM zu nehmen, wo sie unter so gewaltigem Druck standen. Man hätte sie aus meiner Sicht schützen müssen und zu Hause lassen, um danach wieder einen Neuanfang zu machen. Dann hätte man während der WM Ruhe gehabt, das Thema wäre gegessen gewesen», sagte der ehemalige Trainer des FC Bayern München und von Borussia Dortmund dem Sportbuzzer.

Die Affäre um die Erdoğan-Fotos habe «sicher auch Einfluss auf die Mannschaft» gehabt, schrieb der 69-Jährige in seiner Kolumne. «Die Spieler wurden ja ständig damit konfrontiert und bekommen auch mit, was geschrieben wird. Das war sicher nicht förderlich», sagte der frühere Schweizer Nationalcoach.

Im Vorfeld der WM in Russland hatten Özil und Gündoğan ein gemeinsames Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan aufgenommen. Dieser befand sich zu der Zeit auf Staatsbesuch in England - dort stehen auch die beiden Profifußballer unter Vertrag. In Deutschland hatte dies Ärger und Unverständnis hervorgerufen, dessen Nachwirkungen die deutsche Elf durch das Turnier begleiteten. Nach dem Vorrunden-Aus der Elf von Bundestrainer Joachim Löw hatten DFB-Präsident Reinhard Grindel und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff zuletzt eine öffentliche Erklärung des bislang zu dem Thema schweigenden Weltmeisters Özil verlangt. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland forderte daraufhin den Rücktritt von Bierhoff und Grindel.

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