Explosion auf Raffinerie-Gelände nahe Ingolstadt

DPA
VOHBURG AN DER DONAU
Veröffentlicht
DPA

Acht Menschen sind bei einer Explosion und einem anschließenden Großbrand auf dem Gelände der Raffinerie Bayernoil in Vohburg an der Donau verletzt worden.

Zunächst sollten nach Polizeiangaben 1800 Menschen aus umliegenden Häusern wegen der Rauchentwicklung ihre Wohnungen verlassen. Nach rund drei Stunden löste sich die Rauchwolke teilweise auf - und die Menschen konnten zurück in ihre Wohnungen, wie Hans-Peter Kammerer vom Polizeipräsidium Oberbayern Nord sagte.

Das Landratsamt Pfaffenhofen an der Ilm löste laut Polizei Katastrophenalarm aus. Dies sei eine Entscheidung der Einsatzleitung gewesen, damit die Kräfte optimal zusammenarbeiten können, sagte Kammerer. Wie es zu der Explosion und dem Feuer kam, war zunächst noch unklar.

«Die Feuerbekämpfung läuft auf vollen Touren», so der Sprecher weiter. «Die Lage hat sich nur insofern entspannt, dass die Evakuierung der Anwohner nicht mehr nötig ist.» Weiter gab es demnach mehrere Brandstellen auf dem Gelände, die Flammen waren nicht unter Kontrolle. Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot von etwa 400 Kräften vor Ort.

Eine dichte Rauchsäule war am Morgen über dem Gebiet zu sehen gewesen, Sirenen heulten. Anwohner erzählten, dass der Knall am frühen Morgen kilometerweit zu hören gewesen sei. Mehrere Schaulustige fanden sich am Morgen auf nahe gelegenen Feldern ein und sagten, sie seien von der Explosion geweckt worden. «Wir haben mittlerweile weiträumig abgesperrt», sagte ein weiterer Polizeisprecher. Anwohner wurden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Die Verletzten sind laut Polizei Mitarbeiter des Betriebs. Auf dem Gelände östlich der Großstadt Ingolstadt gab es nach Polizeiangaben am frühen Samstagmorgen eine Explosion, dann entwickelte sich ein Großbrand in der Flüssiggas- und Flüssigbenzinanlage des Gaskraftwerks.

Auf Videos, die Nutzer des Kurznachrichtendienstes Twitter im Internet verbreiteten, waren hell lodernde Flammen zu sehen. Das Unternehmen schrieb auf seiner Homepage im Internet von einer «Störung».

Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen