Altmaier will mit Frankreich Batterieproduktion anschieben

REUTERS
BERLIN
Veröffentlicht 20.02.2019 10:11
AFP

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will zusammen mit Frankreich den Aufbau einer lokalen Batterieproduktion fördern, um die Dominanz asiatischer Anbieter zu brechen. Das Thema habe er mit seinem französischen Amtskollegen Bruno Le Maire intensiv beraten, sagte Altmaier am Dienstag nach einem Treffen der beiden Politiker in Berlin. "Wir müssen die Kräfte bündeln." Die Batterieproduktion sei ein erster Anwendungsfall für eine stärker verzahnte Industriepolitik in Europa.

Zeitnah solle jetzt entschieden werden, wo die Fabriken künftig stünden, ergänzte CDU-Politiker Altmaier. Beide Länder müssten davon profitieren - "das heißt aber nicht, dass wir alles doppeln". Der Staat wolle sich nicht unmittelbar beteiligen, sondern nur bei der Förderung helfen. Frankreich stelle dafür 700 Millionen Euro als Anschubfinanzierung zur Verfügung, Deutschland eine Milliarde.

Batterien spielen bei Elektroautos und bei der Energiewende eine wichtige Rolle und gelten daher als Schlüsseltechnologie. Altmaier will ein Drittel der weltweiten Batteriezellen-Produktion nach Europa holen. Tausende Jobs sollen so entstehen. Früheren Angaben zufolge rechnet Altmaier ab 2021 mit dem Start der Fertigung in Deutschland. Bis Ende März diesen Jahres will er Klarheit über Firmenkonsortien, Standorte und konkrete Förderbedingungen haben. Auto-Hersteller sollen sich nach den Plänen des Wirtschaftsministeriums an den Konsortien beteiligen.

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