Immer mehr ausländische Wissenschaftler in Deutschland

AFP
BERLIN
Veröffentlicht 13.07.2016 16:18
Aktualisiert 14.07.2016 13:53
dpa

Deutschlands Universitäten und Forschungsinstitute ziehen immer mehr ausländische Wissenschaftler an. An Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen lehrten und forschten im Jahr 2014 mehr als 85.000 Wissenschaftler aus dem Ausland, wie das Bundesbildungsministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte.

Allein das direkt an den Hochschulen angestellte ausländische wissenschaftliche Personal wuchs demnach seit 2006 um 84 Prozent auf 40.000 Beschäftigte an.

An den außeruniversitären Forschungseinrichtungen waren nach den vom Bildungsministerium, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) veröffentlichten Zahlen im Jahr 2014 etwa 9000 ausländische Wissenschaftler beschäftigt.

Dazu kamen noch vom DAAD geförderte Gastwissenschaftler sowie Erasmus-Gastdozenten. Zugleich arbeiteten rund 43.000 deutsche Wissenschaftler im Ausland.

"Unsere Wissenschaft ist international verflochten und gerade deswegen attraktiv und leistungsfähig", zeigte sich Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU) überzeugt. Für Deutschland bleibe eine "weltoffene Wissenschaft eine unabdingbare Voraussetzung für den Wissenschaftsstandort und die Gesellschaft".

Die deutschen Universitäten ziehen auch immer mehr ausländische Studenten an: Im vergangenen Jahr studierten an den Hochschulen 321.000 junge Menschen aus dem Ausland.

DAAD-Präsidentin Margret Wintermantel verwies zudem darauf, dass nicht nur Studenten und Wissenschaftler ins Ausland gingen, sondern deutsche Hochschulen auch zunehmend dort aktiv würden.

Es gebe mittlerweile in 36 Ländern mehr als 80 transnationale deutsche Hochschulprojekte mit DAAD-Förderung. Dabei handelt es sich etwa um binationale Hochschulen oder auch deutschsprachige Studiengänge.

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