Deutschland will Frankreichs Flüchtlings-Hotspots in Libyen „prüfen“

AFP
BERLIN
Veröffentlicht 27.07.2017 16:08
Aktualisiert 27.07.2017 16:16
Reuters Archivbild

Die Bundesregierung will den Vorschlag von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron prüfen, in dem nordafrikanischen Krisenstaat Libyen Hotspots für Flüchtlinge einzurichten.

"Die Bundesregierung engagiert sich gemeinsam mit der EU und ihren Mitgliedstaaten, insbesondere Frankreich und Italien, darum, die illegale Migration über die zentrale Mittelmeerroute einzudämmen", sagte ein Regierungssprecher am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin.

"Diesem Ziel dient auch der jüngste Vorschlag des französischen Staatspräsidenten, der in Libyen als dem Haupttransitland der illegalen Migration ansetzt", erklärte der Sprecher weiter. "Die Bundesregierung wird diesen Vorschlag im Einzelnen prüfen."

Zuvor hatte Macron angekündigt, Frankreich wolle noch in diesem Sommer sogenannte Hotspots für Flüchtlinge in Libyen einrichten. Frankreich wolle dabei mit der EU oder alleine handeln. Durch die Registrierungsstellen für Flüchtlinge sollten Menschen ohne Chancen auf Asyl davon abgehalten werden, mit einer Überfahrt über das Mittelmeer große Risiken einzugehen.

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