NRW: Polizei verbietet Hooligans Reise zur WM in Russland

AFP
DÜSSELDORF
Veröffentlicht 31.05.2018 00:00
Aktualisiert 31.05.2018 12:50
AP Archiv

Die Polizei hat vor der Fußballweltmeisterschaft in Russland deutsche Hooligans ins Visier genommen. Die Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen nahmen nach Angaben des Innenministeriums bereits 105 sogenannte Gefährderansprachen vor und untersagten sieben Hooligans die Ausreise, wie die "Rheinische Post" am Donnerstag berichtete.

Die Polizei warnt demnach gewaltbereite deutsche Hooligans vor einer Reise zur WM. "Die osteuropäischen Hooligans sind ein ganz anderes Kaliber und verfügen über ein hohes Gewaltpotenzial", sagte Erich Rettinghaus, NRW-Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, der Zeitung. "Sie besitzen zum Beispiel Pyrotechnik, die von der Wucht her wie kleine Handgranaten sind."

Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Michael Mertens, geht davon aus, "dass die russischen Sicherheitsbehörden hart durchgreifen werden". Teile der russischen Fanszene sind für ihre Gewaltbereitschaft und Rassismus bekannt.

Brutale Angriffe russischer Hooligans auf englische Fans bei der Fußballeuropameisterschaft 2016 in Frankreich lösten in ganz Europa Entsetzen aus. Bei den blutigen Straßenschlachten in der Hafenstadt Marseille waren 35 Menschen, die meisten von ihnen England-Fans, verletzt worden.

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