Stapellauf der vierten türkischen Korvette erfolgt

DAILY SABAH
ISTANBUL
Veröffentlicht 03.07.2017 16:59
REUTERS

Präsident Recep Tayyip Erdoğan bekräftigte das Ziel der Türkei, sich im Verteidigungsfeld selbst zu versorgen, als er am Montagmittag ein Kriegsschiff zu Wasser ließ.

„In Bezug auf Kriegsschiffe haben wir 14 Projekte, die in den Privat- und Militärwerften vollendet sind", sagte Präsident Erdoğan in seiner Rede beim Stapellauf der Korvette „Kınalıada" im Tuzla-Schiffswert und fügte hinzu, dass weitere zehn Projekte anstanden, für die in den kommenden Jahren Protokolle unterzeichnet werden sollen.

„Das alles zeigt, wie wir uns gegen Bedrohungen in der Region, in der sich auch unser Land befindet, gewappnet haben. So Gott will, werden wir auch unsere eigenen Flugzeugträger bauen. Wir sind fest entschlossen und ich habe keinen Zweifel daran", fügte Erdoğan hinzu.

Das Kriegsschiff wurde vor Ort unter dem „MILGEM-Projekt" des türkischen Militärs hergestellt.

„Als ein Land, das bis zum Jahr 2023 die Abhängigkeit in der Verteidigung ans Ausland vollständig abschaffen möchte, sollten/müssen wir noch zügiger handeln", erklärte Erdoğan und betonte, dass die Türkei bei dem Bau von Militärschiffen und U-Booten beachtliche Erfolge erzielt habe. „Unser Land befindet sich unter den zehn Ländern, das mit eigenen Mitteln seine Kriegsschiffe bauen kann", unterstrich der Präsident.

Erdoğan wies auch darauf hin, dass bei ähnlichen Produkten und Projekten auf jeden Fall türkische Firmen und nationale Unternehmen vorgezogen werden sollten.

„Auch wenn wir die notdürftigen Sachen aus dem Ausland beziehen, sollte das Gerüst auf jeden Fall mit nationalen Mitteln aufgebaut werden. Ich sage es ganz offen; wenn wir seit 15 Jahren nicht diesen Weg bestreiten würden, könnten wir mit Embargos gegen unser Land, gegenwärtig dem Kampf gegen den Terror und die Operationen im Ausland nicht führen können. In diesem Zusammenhang sollten die Strategien zur Unterstützung der im Verteidigungsbereich tätigen Firmen überprüft werden."

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