Außenministerium: YPG-Abzug aus Manbidsch bestätigt

DAILY SABAH
ISTANBUL
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Der Sprecher des türkischen Außenministeriums, Hami Aksoy, hat am Donnerstag den Abzug des syrischen PKK-Ablegers YPG aus der syrischen Stadt Manbidsch bestätigt.

Die US-Unterstützung für die YPG in Manbidsch hatte die Beziehungen zum Nato-Partner belastet. Später im Mai war daher zwischen der Türkei und den USA eine Einigung erzielt worden, wonach sich die YPG vollständig aus der syrischen Stadt zurückziehen muss.

Der genaue Fahrplan für den Abzug war nach einem Treffen zwischen dem türkischen Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu und seinem US-Amtskollegen Mike Pompeo festgelegt worden. Die Abmachung sieht nicht nur den Abzug syrischer PKK-Splittergruppen aus der Stadt vor, sondern auch die schrittweise Stabilisierung der Region, die zukünftig Teil eines einheitlichen syrischen Staates werden soll.

Am 18. Juni begannen dann die ersten Patrouillenaktivitäten der türkischen und amerikanischen Truppen in der Region.

Für die Türkei stellen die „Partei der Demokratischen Union" (PYD) und ihr bewaffneten Flügel, die „Volksschutzeinheiten" (YPG) eine Terrorbedrohung dar. Sie gelten außerdem als syrische Ableger der Terrororganisation PKK. Diese wird von den USA, der EU und der Türkei als Terrororganisation eingestuft. Die EU und die USA sehen in der PYD und YPG dennoch einen Verbündeten im Kampf gegen Daesh.

Die Türkei ist strikt gegen die Präsenz des PKK-Ablegers an den südlichen Landesgrenzen zum Irak und zu Syrien, wo sie eine Bedrohung für die Sicherheit der Türkei darstellt.

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