USA bestätigen: YPG rekrutiert Kindersoldaten in Syrien

DAILY SABAH
ISTANBUL
Veröffentlicht 28.06.2017 14:05
Aktualisiert 28.06.2017 14:12
USA bestätigen: YPG rekrutiert Kindersoldaten in Syrien

Am Dienstag bestätigten die Vereinigten Staaten, dass der syrische PKK-Ableger, die Volkschutzeinheiten (YPG), weiterhin Kindersoldaten rekrutiert. Kinder unter 15 Jahren werden als Militanten genutzt, trotzt dem Abkommen mit internationalen Organisationen vom Juni 2014, das vorsieht, alle Kämpfer unter 18 Jahren aus ihrem Dienst zu entlassen.

In ihrem Jahresbericht über Menschenhandel sagte das US-Außenministerium, dass die Organisation, Jungen und Mädchen, einige unter 15 Jahre, rekrutiere. Man würde sie indoktrinieren und in Trainingslager schicken. In einigen Fällen würde man die Kinder mit Gewalt, gegen den Willen der Familie, wegnehmen.

Dem Bericht zufolge sind Kinder in Syrien und im Irak anfällig für Zwangsrekrutierung durch bewaffnete Gruppen, wie die PKK, YPG, Daesh und einigen iranischen Milizen.

Die PKK und die YPG haben bereits in der Vergangenheit Kinder ausgebeutet und sie zum bewaffneten Kampf gezwungen. Bereits Anfang 2017 beauftragte die YPG in Manbidsch die Wehrpflicht für alle Mädchen und Jungen über 16 Jahre.

Auch die Jesiden, eine regionale Minderheit, hätten durch die Maßnahmen der YPG gelitten. Die terroristischen Gruppen hätten jesidische Kinder an die Front getrieben, entweder indem man sie betrogen habe oder sie in den Irak oder Syrien entführte, berichtete der Bezirks-Gouverneur Mehma Halili der „Demokratischen Partei Kurdistans" (KDP) im letzten Jahr.

In Bezug auf die Beteiligung von Kindern an einem bewaffneten Konflikt sieht die UN-Konvention vor, dass bewaffnete Gruppen unter keinen Umständen Personen unter 18 Jahren rekrutieren oder ausbeuten dürfen.

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