Israelische Polizei schießt auf Imam der Al-Aqsa-Moschee

ANADOLU AGENTUR
JERUSALEM
Veröffentlicht 19.07.2017 12:12
AA

Der Vorbeter der Al-Aqsa-Moschee, Sheikh Ikrima Sabri, wurde am Dienstag von einem Plastikgeschoss verletzt, nachdem er vor den Toren des Tempelbergs gebetet hatte, gab das palästinensische medizinische Personal bekannt.

Der Imam hatte gerade das Nacht-Gebet beendet, als die israelische Polizei versuchte die Betenden mit Gewalt zu zerstreuen. Dabei wurden viele verletzt, manche schwer, sagte der palästinensische Rote Halbmond.

Sabri wurde in das Al-Maqassid Krankenhaus in Ostjerusalem geliefert, sein aktueller Zustand sei unbekannt.

Die Gewalt der Polizei geschah nur Stunden nachdem Rafaat al-Herbawi (30) während der Proteste um die Moschee getötet wurde. Die Spannungen stiegen an, als Israel Metaldetektoren vor dem Eingang der Al-Aqsa-Moschee errichtete, nach einer Auseinandersetzung am Freitag, wobei fünf Menschen ums Leben kamen.

Seit dem Oktober 2016 wurden mehr als 300 Palästinenser bei mutmaßlichen Angriffen oder bei Auseinandersetzungen mit israelischen Truppen getötet, berichten palästinensische Quellen.

Die Al-Aqsa-Moschee ist die drittheiligste Stätte des Islams, nach den Städten Mekka und Medina.

Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen