Aktivisten: Erneuter Chemiewaffenangriff des syrischen Regimes

AFP
DUMA, Syrien
Veröffentlicht 22.01.2018 00:00
Aktualisiert 22.01.2018 19:04
AFP Archivbild

Aktivisten haben den syrischen Regimetruppen erneut einen Einsatz von Chemiewaffen gegen Oppositionelle vorgeworfen. Nach einem Raketenangriff auf die Oppositionshochburg Duma nordöstlich von Damaskus habe sich weißer Rauch ausgebreitet, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag mit. 21 Menschen hätten anschließend unter Atembeschwerden gelitten, darunter auch Kinder.

Ein AFP-Korrespondent sah in einem Krankenhaus der Stadt mehrere Männer und Kinder, die unter tränenden Augen und Husten litten. Mehrere Babys wurden über Atemmasken mit Sauerstoff versorgt. Ein Arzt sagte, die Patienten litten unter Atemwegsirritationen, Atembeschwerden, Husten und geröteten Augen. Sie hätten nach Chlor gerochen, weshalb die Ärzte ihnen die Kleidung ausgezogen hätten, sagte er.

Laut der Beobachtungsstelle waren sechs Frauen und sechs Kinder unter den Verletzten. Erst am 13. Januar hatte die oppositionsnahe Organisation, die ihre Informationen von Aktivisten vor Ort bezieht, einen ähnlichen Angriff auf Duma gemeldet. Die Regierung hatte sich nach einem Chemiewaffenangriff 2013 verpflichtet, alle Chemiewaffen außer Landes zu bringen, doch werden ihr seitdem immer wieder Chemiewaffenangriffe vorgeworfen.

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