Bagdad hebt Luftblockade gegen KRG auf

DAILY SABAH MIT AFP
ISTANBUL
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Nach sechs Monaten hat die irakische Zentralregierung die Luftblockade gegen die "Autonome Region Kurdistan" (KRG) im Norden des Landes am Dienstag aufgehoben. Regierungschef Haider Abadi teilte in Bagdad mit, die Flughäfen in Erbil und Suleimanija seien nun wieder für internationale Flüge geöffnet.

Die Regierung in Bagdad hatte die Luftblockade im September verhängt, nachdem die Kurden in einem umstrittenen Referendum für die Unabhängigkeit ihrer Region gestimmt hatten. Bagdad hatte darauf mit verschiedenen Sanktionen reagiert.

Im Zuge einer Militäroffensive nahm die irakische Armee den Kurden praktisch alle Gebiete ab, die sie seit 2014 unter ihre Kontrolle gebracht hatten, darunter die ölreiche Region Kirkuk.

Das Referendum war sowohl regional als auch international kritisiert worden. Es wurde davor gewarnt, dass das Referendum die Region weiterhin destabilisieren und vom bestehenden Kampf gegen die Daesh ablenken würde.

Ein Referendum über die Loslösung der kurdischen Gebiete vom Rest des Iraks ist keine neue Forderung der Kurdenführung in Erbil. Erst im Jahr 2014 hatte sie eine solche Volksabstimmung angekündigt - dann aber, nach Gesprächen mit der Zentralregierung in Bagdad, wieder abgesagt.

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