16-jähriger Palästinenser erliegt Verletzung durch Kopfschuss von israelischen Soldaten

DAILY SABAH MIT AFP
ISTANBUL
Veröffentlicht 05.07.2018 13:46
Aktualisiert 06.07.2018 13:53
AA (Symbolfoto: Israelis zerstören Unterkünfte von Palästinensern)
AA (Symbolfoto: Israelis zerstören Unterkünfte von Palästinensern)

Ein bei den Protesten an der Grenze zum Gazastreifen von israelischen Soldaten niedergeschossener Palästinenser ist seinen Verletzungen erlegen.

Der 16-Jährige sei am 14. Mai östlich von Gaza in den Kopf geschossen worden, teilte das Gesundheitsministerium im Gazastreifen am Mittwoch mit. An dem Tag war die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt worden. Damit seien allein am 14. Mai mindestens 63 Palästinenser von israelischen Soldaten ermordet worden.

Seit Beginn der Demonstrationen in Gaza am 30. März wurden mindestens 139 palästinensische Demonstranten durch israelische Soldaten getötet und Tausende verletzt – darunter Kinder, Sanitäter und Behinderte.

Die Palästinenser fordern ihr „Rückkehrrecht" zu ihren Häusern und Dörfern im historischen Palästina, aus denen sie 1948 von Zionisten vertrieben worden waren. Die Orte sind nach wie vor von Israel besetzt. Eine Entschädigung blieb bis heute aus.

Zudem fordern die Menschen in Palästina ein Ende der seit elf Jahren andauernden völkerrechtswidrigen israelisch-ägyptischen Absperrung des Gazastreifens, die die ohnehin kleine Wirtschaft der Küstenenklaven gänzlich stilllegte. Die etwa zwei Millionen Einwohner leben heute in Armut und sind auf Hilfen aus dem Ausland angewiesen. Viele haben ihre Häuser durch israelische Bombenangriffe verloren. Im Gazastreifen fehlt es an allem – egal ob Essen, Wasser oder Baumaterial.

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