Israelische Armee schießt 22-jährigen Palästinenser in die Brust - viele Verletzte

DAILY SABAH
ISTANBUL
Veröffentlicht 07.07.2018 12:00
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Ein 22-jähriger Palästinenser ist bei den Protesten im Gazastreifen umgekommen, nachdem er von einem Soldaten der israelischen Armee in die Brust geschossen worden war. Außerdem seien 146 Menschen verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium des Gazastreifens am Freitag mit.

Die israelische Armee hat die Ermordung bisher nicht kommentiert.

Seit Beginn der Demonstrationen in Gaza am 30. März wurden mindestens 139 palästinensische Demonstranten durch israelische Soldaten getötet und Tausende verletzt – darunter Kinder, Sanitäter und Behinderte.

Die Palästinenser fordern ihr „Rückkehrrecht" zu ihren Häusern und Dörfern im historischen Palästina, aus denen sie 1948 von Zionisten vertrieben worden waren. Die Orte sind nach wie vor von Israel besetzt. Eine Entschädigung blieb bis heute aus.

Zudem fordern die Menschen in Palästina ein Ende der seit elf Jahren andauernden völkerrechtswidrigen israelisch-ägyptischen Absperrung des Gazastreifens, die die ohnehin kleine Wirtschaft der Küstenenklaven gänzlich stilllegte. Die etwa zwei Millionen Einwohner leben heute in Armut und sind auf Hilfen aus dem Ausland angewiesen. Viele haben ihre Häuser durch israelische Bombenangriffe verloren. Im Gazastreifen fehlt es an allem – egal ob Essen, Wasser oder Baumaterial.

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