Netanjahu erneut wegen Korruptionsverdacht befragt

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JERUSALEM
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Die Polizei hat Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu erneut wegen des Verdachts der Korruption befragt. Dabei geht es einem Bericht des Armee-Senders vom Dienstag zufolge um einen Fall, in den auch die größte Telekomgesellschaft des Landes verwickelt ist. Die Polizei und Netanjahu lehnten eine Stellungnahme ab.

Die Justiz-Behörden werfen Netanjahu vor, Bezeq Telecom Israel regulatorische Vorteile verschafft zu haben als Gegenleistung für positive Berichten über ihn und seine Frau auf einer Internetseite, die zu dem Unternehmen gehört. Netanjahu, Bezeq und der Eigentümer des Unternehmens weisen die Vorwürfe von sich. Die Polizei hat Netanjahu in dem Fall bereits früher befragt. Eine Entscheidung, ob eine Anklage empfohlen werden soll, steht jedoch noch aus.

In zwei weiteren Korruptionsermittlungen hat sich die Polizei bereits für eine Anklage ausgesprochen. Die endgültige Entscheidung darüber liegt bei der israelischen Generalstaatsanwaltschaft und könnte erst in Monaten getroffen werden. Bislang halten die Koalitionspartner in Netanjahus Regierung zu ihm. Allerdings könnte der politische Druck steigen, wenn tatsächlich Anklage erhoben wird.

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