USA: „Viele Beweise“ für Vorbereitung von C-Waffen-Einsatz in Syrien

DAILY SABAH MIT REUTERS
ISTANBUL
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Den USA liegen nach Darstellung der Regierung zahlreiche Hinweise vor, dass das syrische Regime einen Chemiewaffeneinsatz gegen die Oppositionsprovinz Idlib vorbereitet.

Der Sonderberater für Syrien im US-Außenministerium, Jim Jeffrey, sagte am Donnerstag in Washington, seine Regierung betrachte jede Offensive als "leichtsinnige Eskalation". Er ergänzte: "Es gibt viele Beweise, dass chemische Waffen vorbereitet werden."

Die USA hatten am Dienstag die Regierung in Damaskus vor dem Einsatz von C-Waffen gewarnt. Dem schloss sich am Donnerstag Frankreich an. Syrien hat dagegen wiederholt erklärt, es verfüge nicht über derartige Waffen. Bereits im August hatten die USA, Großbritannien und Frankreich in einer gemeinsamen Erklärung bekannt gegeben, gegen jede weitere Verwendung chemischer Waffen durch Assads Regime vorzugehen.

Nach sieben Jahren Bürgerkrieg ist Idlib und Umgebung die letzte größere Region, die noch von Oppositionellen gehalten wird. Es wird mit einer Offensive der Regierung gerechnet. Heute (Freitag) kommen die Präsidenten Russlands, der Türkei und des Iran in Teheran zusammen, um über das weitere Vorgehen in Idlib zu beraten.

Einige Staats- und Regierungschefs haben das Assad-Regime und seine Unterstützer, Russland und Iran, davor gewarnt, eine Offensive auf Idlib zu starten, da dies zu einer humanitäre Katastrophe mit massiven Verlusten und einer neuen Flüchtlingswelle führen könnte.

Ein Angriff des syrischen Assad-Regimes könne zu einem Massaker an Zivilisten führen, sagte Präsident Recep Tayyip Erdoğan am Dienstag gegenüber Journalisten.

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