Aserbaidschan: Gas-Verbindung in die EU steht bis 2019

REUTERS
BERLIN
Veröffentlicht 07.06.2016 17:55
Aktualisiert 08.06.2016 16:54
Aserbaidschan: Gas-Verbindung in die EU steht bis 2019

Aserbaidschan hat zugesagt, die EU spätestens ab 2020 mit Gas versorgen zu können. "Der Bau des südlichen Korridors wird 2019 abgeschlossen sein", sagte Präsident Ilham Alijew am Dienstag in Berlin nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Mit dem "südlichen Korridor" ist eine Pipeline gemeint, durch die Gas aus Aserbaidschan über die Türkei in die EU geliefert werden soll. Möglicherweise fließt daraus künftig aber auch Gas aus Iran Richtung Westen. Die Investitionskosten lägen bei 35 Milliarden Dollar, beteiligt seien mittlerweile sieben Staaten, davon drei EU-Länder, sagte Alijew.

Merkel begrüßte das Projekt, weil es zu einer besseren Gasversorgung Europas und zur Streuung der Energielieferanten beitrage. Deutschland habe sich für den südlichen Korridor eingesetzt und sie freue sich, dass die Arbeiten planmäßig vorangingen. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini hatte die Gasverbindung als einen wesentlichen Bestandteil der EU-Strategie zur Energiesicherheit bezeichnet.

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