Beerdigung des Vezneciler-Attentäters: Teilnahme der HDP & DBP mit PKK-Flaggen

DAILY SABAH
ISTANBUL
Veröffentlicht 17.06.2016 12:58
Aktualisiert 20.06.2016 15:06
Der Sarg der Attentäterin von Vezneciler wurde mit einer PKK-Flagge bedeckt und mit PKK-Parolen begleitet.
Der Sarg der Attentäterin von Vezneciler wurde mit einer PKK-Flagge bedeckt und mit PKK-Parolen begleitet.

Die Beerdigung der Selbstmordattentäterin auf Istanbul fand am Mittwoch in der südöstlichen Provinz Diyarbakır statt, bei der viele Mitglieder der Pro-PKK Demokratischen Partei der Völker (HDP) und ihr regionaler Partner die Demokratische Partei der Regionen (DBP) teilnahmen.

Die Terroristin Eylem Yaşa detonierte die Bombe am 7. Juni in Istanbul im Bezirk Fatih bei der Vezneciler Metrostation in der Nähe der Universität Istanbul, als ein Bus der Bereitschaftspolizei daran vorbei fuhr. Bei dem Anschlag kamen sechs Polizisten und fünf Zivilisten ums Leben, während 51 Menschen verletzt wurden. Ein Ableger der PKK, die Freiheitsfalken Kurdistans (TAK), bekannte sich zum Anschlag.

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen fuhr der Leichenwagen, der von der Stadt Diyarbakır bereitgestellt wurde, zum Friedhof Yeniköy, während die Teilnehmer mit PKK-Parolen diesen begleiteten und der Sarg mit einer PKK-Flagge bedeckt wurde.

Die Bürgermeisterin der DBP Kayapınar Fatma Arşimet und Mehmet Ali Aydın, die Bürgermeister Eşref Güler und Birsen Kaya Akat und der HDP Provinzbürgermeisterin Gülşen Özer nahmen an der Beerdigung teil, sowie weitere HDP und DBP-Mitglieder.

Die Medien berichteten zuvor, dass die von der DBP kontrollierte Stadt Diyarbakır einen Leichenwagen für Yaşas Beerdigung organisiert. Außerdem schickte die Stadt Batman, auch von der DBP regiert, einen Bus für die drei getöteten Terroristen in dem Bezirk Sason in der südöstlichen Provinz. Nicht nur die Leiche des Terroristen wurde transportiert auch kamen PKK-Sympathisanten zu den Beerdigung mit Bussen, die von den Gemeinden bereitgestellt wurden.

Die Stadt Diyarbakır wurde zuvor scharf kritisiert, da die Vize-Bürgermeisterin Gültan Kışanak die Anstrengungen der PKK für eine Selbstregierung in den südöstlichen Provinzen verherrlichte. „Wenn der Staat meinen Bezirksbürgermeister festnimmt, dann unterstütze ich auch die Selbstregierung. Die Forderung dieser Menschen für Selbstbestimmung ist eine politische Forderung", sagte sie in einer Erklärung im August.

Die von der DBP regierten südöstlichen Städte werden beschuldigt, den Krieg der PKK in den Städten unterstützt zu haben, indem sie halfen Gräben auszuheben und Straßensperren zu errichten. Berichten zufolge wurden schwere Ausrüstungen der Städte, wie Bagger, der PKK zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wurden die Städte stark kritisiert, da sie ihre Feuerwehr nicht zu den betroffenen Gebieten schickte.

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