Ägypten begrüßt Bemühungen zur Verbesserung der Beziehungen zur Türkei

DAILY SABAH
ANKARA
Veröffentlicht 16.08.2016 16:12
Archivfoto

Der Sprecher des ägyptischen Außenministeriums Ahmed Abu Zeid sagte am Sonntag, dass die Bemühungen, die Beziehungen zur Türkei zu verbessern „willkommen" seien. Die türkisch-ägyptischen Beziehungen verschlechterten sich, als der erste demokratische gewählte Präsident Mohammed Morsi im Juli 2013 gestürzt wurde und daraufhin die Menschenrechte stetig verletzt wurden.

„Wir begrüßen die Konvergenzbemühungen im Rahmen der internationalen Gesetze, gute nachbarschaftliche Beziehungen und die bilaterale Zusammenarbeit mit der Türkei", sagte Abu Zeid. Er erklärte, dass die aktuelle Situation „ungewöhnlich" sei. Außerdem fügte er hinzu, dass die bilateralen Beziehungen mit der Türkei mit dem Willen des ägyptischen Volks entwickelt werden muss.

Die Abu Zeids Äußerungen kamen kurz nach der Erklärung von türkischen Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu am Donnerstag: „Wir wollen unsere Beziehungen zu Ägypten verbessern. Wir wollten nie unsere Beziehungen verschlechtern, doch nach dem Putschversuch war es unvermeidlich, dass die Beziehungen abrissen."

Vor Çavuşoğlus Erklärung, sagte Ministerpräsident Binali Yıldırım im Juni, dass es kein Hindernis auf dem Weg für bessere Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zu Ägypten gebe und dass die Türkei bereit ist, in eine neue Phase einzutreten. Doch nach dem blutigen Putschversuch des 15. Julis durch die Gülenisten-Terrororganisation, kündigten die ägyptischen Beamten an, dass sie den Asylantrag von Fethullah Gülen, dem Anführer der Terrorgruppe, in Betracht ziehen würden. Nach diesem Vorfall haben sich die türkisch-ägyptischen Beziehungen weiter angespannt.

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