Erdoğan: Terrororganisationen wurden geformt, um Islam zu schaden

DAILY SABAH MIT ANADOLU AGENTUR
ISTANBUL
Veröffentlicht 19.08.2016 12:17
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Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan sagte am Donnerstag, dass Terrororganisationen, wie die Daesh, Boko Haram und al-Qaeda geformt wurden, um dem Islam zu schaden und die Islamophobie in der ganzen Welt zu schüren.

Trotz der verschiedenen Namen der Terrorgruppen, haben sie alle die gleichen Motive, sagte er.

Bei einer Ansprache zu islamischen NGOs aus der ganzen Welt, sagte Erdoğan, dass diejenigen, die versuchen den Islam mit Terror zu assoziieren, das Ziel haben, den Islam als Religion des Terrors darzustellen.

Erdoğan erklärte, dass die Daesh den Islam überschatten und mit dem Islam in keinster Weise verbunden werden kann. Er sagte, dass die Bemühungen den Islam mit dem Terror zu assoziieren, nur als Islamophobie bezeichnet werden kann. Er fügte hinzu, dass „Muslime von Muslimen getötet wurden".

Er kritisierte auch die Behauptungen, dass die Türkei der Daesh helfe und sagte: „Die Daesh ist kein Vertreter des Islams. Die Daesh ist eine Terrororganisation, die einen dunklen Schatten über den Islam wirft. Wir könnten niemals der Daesh beistehen."

Der Präsident fügte hinzu, dass diejenigen, die solche Behauptungen machen, eigentlich der Daesh helfen.

Seine Rede kam nur wenige Stunden nach dem dreifachen PKK-Angriff im Osten und Südosten der Türkei.

In Bezug auf diese sagte Erdoğan, dass der Gülenisten Terrorkult (FETÖ) hinter den Angriffen stecke, indem sie „Informationen teilen" und die Terroristen „ermutigen".

Nach dem vereitelten Putschversuch des 15. Julis haben sich die Angriffe der PKK im Osten der Türkei gehäuft.

„Der jüngste Angriff (in der Provinz Elazığ) zeigt, dass ihr Ziel schlicht und einfach Blut vergießen ist, um Unruhe zu verursachen und den sozialen Frieden zu stören", sagte Erdoğan.

Er nannte die jüngsten Angriffe eine „Vergeltung" der Terrorgruppe für die wochenlangen „Demokratie Wachen", wo Hunderttausende Menschen sich versammelten, um ihren Protest gegen den vereitelten 15. Juli-Putsch zum Ausdruck zu bringen.

„Seit dem 15. Juli wurden 182 Terroristen im In- und Ausland neutralisiert", sagte Erdoğan. Er fügte hinzu, dass die Türkei den Kampf gegen die PKK „nie" aufgeben werde, auch wenn sie zur gleichen Zeit gegen die FETÖ vorgeht.

Erdoğan kritisierte auch die westlichen Länder: „Wir werden diesen Kampf überall weiterführen. Die westliche Welt verstand diesen Kampf nicht und wir ihn in Zukunft auch nicht verstehen. Wir sind uns dessen bewusst. Sie sind nicht ehrlich. Dies ist uns auch bewusst."

Der Präsident sagte auch, dass die FETÖ „im Keim erstickt" werden muss und fügte hinzu: „Je früher Maßnahmen ergriffen werden, desto mehr können ihre Aktivitäten eingeschränkt werden."

Erdoğan rief die Vereinigten Staaten auf den Anführer des Gülenisten-Terrorkults, Fethullah Gülen, auszuliefern. „Wir fordern nun einen Terroristen von Ihnen… Lassen Sie uns Gülen zur Rechenschaft ziehen."

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