Türkei führt keine Hexenjagd nach Putschversuch

DAILY SABAH
ISTANBUL
Veröffentlicht 27.08.2016 10:00
Aktualisiert 30.08.2016 11:23

Die stellvertretende Vorsitzende der AKP-Frauenunion Meryem Göka nahm an der Talkshow Donnerstalk mit Dünja Hayali teil. Die Behauptung, dass in der Türkei nach dem Putschversuch eine regelrechte Hexenjagd von statten gehe, lehnte Göka entschieden zurück. „Die Türkei wurde nicht nur Zeuge eines Putschversuchs einer kleinen Gruppe, sondern stand der Gefahr gegenüber von einer weitreichenden Organisation besetzt zu werden", sagte Göka und erklärte die Maßnahmen, die nach dem Putschversuch vorgenommen wurden.

Göka betonte, dass nicht nur Präsident Erdoğan eine Erklärung gegen den Putschversuch unterzeichnet hatte, sondern alle Parteien daran teilnahmen. Ein weiterer Gast war Muhterem Aras, Landtagspräsidentin von Baden-Württemberg, die der Türkei einiges vorwarf und dazu behauptete, dass die Türkei bei ihren Beziehungen zu Russland: „Erdoğan auf die Knie ging und sich entschuldigte."

Justizminister Heiko Maas nahm später am Programm teil und verteidigte den Dialog mit der Türkei. Er brachte seine Besorgnis zu der möglichen Wiedereinführung der Todesstrafe und die allgemeine Haltung der Türkei nach dem Putschversuch zum Ausdruck. Wie üblich wurde Göka unterbrochen und sah sich gezwungen die nicht enden wollenden Behauptungen zu beantworten.

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