Gefangener PYD-Terrorist gesteht Pläne, PKK bei Türkei-Angriffen zu unterstützen

ANADOLU AGENTUR
ŞANLIURFA, Türkei
Veröffentlicht 09.09.2016 15:36
YPG-Kämpfer in der nordöstlichen Stadt Hasaka in Syrien am 20. August 2016. (Reuters Foto)
YPG-Kämpfer in der nordöstlichen Stadt Hasaka in Syrien am 20. August 2016. (Reuters Foto)

Ein ehemaliges Mitglied der Terrororganisation PYD, der sich den türkischen Streitkräften ergeben hatte, sagte den Beamten, dass falls der Putschversuch erfolgreich gewesen wäre, plante die PYD sich den PKK-Angriffen in der Türkei anzuschließen.

Die PYD ist der syrische Ableger der Terrororganisation PKK.

In seiner Aussage floh der 21 Jahre alte I.B. von der Region Rasulayn in der Provinz Hasakah und wurde der Kommandeur des PYD/YPG-Bataillons im Bezirk Ceylanpınar von Şanlıurfa, im Südosten der Türkei. Daraufhin ergab er sich der türkischen Gendarmerie.

I.B. sprach über den vereitelten Putschversuch in der Türkei und den internationalen Verbindungen zu diesem, wobei er sich auf die Manbidsch-Offensive gegen die Daesh bezog. Manbidsch liegt im Westen von Fluss Euphrat.

„Die Organisation (PYD) begann mit ihren Vorbereitungen, um von dem Putschversuch in der Türkei zu profitieren, um in den Westen des Euphrat zu schreiten. Nach der Manbidsch-Offensive sprachen sie über die Eroberung von Gebieten bis zum Mittelmeer; einschließlich Raqqa und Dscharabulus. Somit würde ein Korridor entstehen."

„Sie sagten, dass falls die geplanten Aktivitäten der PKK/KCK in der Türkei erfolgreich werden, die PYD in die Türkei einmarschieren würde, um sich die Erfolge zu unterstützten", sagte er.

Er erklärte unteranderem, dass insgesamt 30.000-35.000 Personen für die PKK/KCK, YPG und YPJ in der syrischen Stadt Kobani kämpfen. Davon sind 15.000-20.000 in der ersten Gruppe; 10.000 in der YPG, 2.00 in der YPJ und 500 in der mobilen Brigade.

Fast 50.000 Tonnen an Waffen und Munition wurden von Ländern, wie den USA, Großbritannien, Frankreich, Kanada, Deutschland und Italien, geschickt. Diese wurden von der PKK/PYD hauptsächlich nach Manbidsch weitergeleitet.

Er betonte, dass die Organisation begann Öl an US-Unternehmen zu verkaufen, nachdem sie Erdölraffinerien des Assad-Regime ergriffen hatten. Der Hauptteil der Gewinne wurde zu Schweizer Banken geschickt.

I.B. sprach auch über den vermeintlichen Tot von leitenden PKK-Kommandanten Fehman Hüseyin, bekannt auch als Bahoz Erdal.

„Nachdem die Medien (im Juli) berichteten, dass Fehman Hüseyin gestorben sei, verleumdeten die Anführer der Rojawa diese Berichte. Die Mitglieder wurden angewiesen nicht über dieses Thema zu sprechen oder Stellung zu nehmen. Aber die Mitglieder der Organisation denken, dass falls Fehman Hüseyin am Leben wäre, er eine Erklärung an die Medien gegeben hätte. Deshalb denke ich, dass er vielleicht gestorben ist", sagte I.B.

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