Nationaler Sicherheitsrat für Verlängerung des Ausnahmezustands

DAILY SABAH
ISTANBUL
Veröffentlicht 29.09.2016 12:03
Aktualisiert 29.09.2016 12:04
IHA

Der Nationaler Sicherheitsrat (MGK) der Türkei hat am Mittwochabend die Verlängerung des Ausnahmezustands empfohlen. Die knapp sechs-stündige Versammlung wurde von Präsident Recep Tayyip Erdoğan geleitet.

„Es wurde entschieden, die Verlängerung des Ausnahmezustands zu empfehlen", so die Erklärung des Gremiums. Dies solle zum wirksamen „Schutz der Demokratie, Rechtstaatlichkeit, Rechte und Freiheiten der Bürger" geschehen.

Der Ausnahmezustand wurde nach dem gescheiterten Putschversuch im Juli verhängt. Er trat am 20. Juli für 90 Tage in Kraft und soll bislang am 18. Oktobers ablaufen.

Am 15. Juli versuchte eine Gruppe der Gülenisten-Terrororganisation (FETÖ) die demokratisch gewählte Regierung der Türkei zu stürzen. Der Putschversuch wurde von loyalen militärischen Truppen, zusammen mit Polizeieinheiten und Millionen von türkischen Bürgern, verhindert. 246 Menschen, hauptsächlich Zivilisten, wurden von den Putsch-Soldaten getötet, während mehr als 2.000 Menschen verletzt wurden.

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