Türkei als Gastgeber des SICA-Treffens zielt auf stärkere Beziehungen zu Mittelamerika

DAILY SABAH
ISTANBUL
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Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu betonte am Donnerstag bei einem Treffen der Außenminister in Istanbul den Wunsch, die Beziehungen zu den mittelamerikanischen Ländern zu stärken.

Çavuşoğlu sagte, dass Ankara eine stärkere Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des „Zentralamerikanischen Integrationssystems" (SICA) durch „alle Mittel" der Außenpolitik anstreben werde.

Er kündigte ebenso eine Spende in Höhe von 500.000 Dollar an die Gruppe an und versprach, den Handel zu steigern, der im vergangenen Jahr zwischen der Türkei und den acht SICA-Mitgliedsstaaten bei rund 326 Millionen Dollar lag.

In den vergangenen Jahren versuchte die Türkei neue Märkte in Übersee zu erkunden, was auch durch die Afrika- und Lateinamerika-Besuche von Präsident Recep Tayyip Erdoğan ersichtlich wurde. Im Januar letzten Jahres führte er eine große Geschäftsdelegation nach Chile, Peru und Ecuador.

Werner Isaac Vargas Torres, SICA-Geschäftsführer, betonte die Bedeutung der Beziehungen der Türkei zu den Mitgliedsstaaten. „Wir müssen dem politischen Dialog mehr Priorität beimessen und die Zusammenarbeit unter uns stärken", sagte Torres.

Zusätzlich lobte Torres auch die Beihilfe der Türkei, bei der Bekämpfung des Zika-Virus.

Das erste Türkei-Treffen der SICA fand im Jahr 2015 statt. Belize, Costa Rica, die Dominikanische Republik, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama sind Mitglieder der SICA.

Die Gruppe wurde 1991 gegründet, um regionalen Frieden, Demokratie und wirtschaftliche Entwicklung zu fördern.

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