Ministerpräsident Yıldırım: Türkei wird auf jede Bedrohung aus Raqqa reagieren

DAILY SABAH
ISTANBUL
Veröffentlicht 06.06.2017 17:18
IHA

Ministerpräsident Binali Yıldırım sagte, dass die Türkei auf jede Bedrohung reagieren werde, falls während den laufenden Operation in Raqqa von dem syrischen Flügel der PKK, den „Syrischen Demokratischen Kräften" (SDF) eine Handlung gegen die Türkei erfolgen sollte.

Yıldırım sprach am Dienstag in Ankara bei der parlamentarischen Gruppenversammlung der „Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei" (AK-Partei): „Wir werden keine Situation zulassen, die eine Bedrohung für unser Land verursacht. Wenn wir auf eine bedrohliche Situation in Raqqa oder in der Region stoßen sollten, werden wir auf entsprechende Art und Weise antworten", sagte der Ministerpräsident und deutete auf eine mögliche militärische Vergeltung hin.

Er unterstrich die Bemühungen der Türkei im nordsyrischen Dscharablus, al-Rai und al-Bab, die für den Frieden und die Stabilität in der Region notwendig gewesen wären. Yıldırım stellte fest, dass die Türkei jede Situation, die sich nach der Operation entwickeln könnte, genau beobachten werde, wobei alle notwendigen Vorkehrungen getroffen wären.

Die lang erwartete Operation, um Daeshs selbsternannte Hauptstadt Raqqa in Syrien zu befreien begann laut offiziellen türkischen Angaben am 2. Juni mit einem Angriff der US-unterstützten SDF. Die SDF-Streitkräfte werden von den Volksschutzeinheiten (YPG) dominiert, dem bewaffneten Flügel der Partei der Demokratischen Union (PYD).

In Bezug auf die US-Unterstützung der YPG fügte Yıldırım hinzu: „Ich möchte noch einmal ausdrücklich betonen, dass die Unterstützung von Terrorgruppen nicht mit unseren Verständnis einer Bündnispartnerschaft vereinbar ist. Wir müssen mit einer gemeinsamen Sprache sprechen und gegen alle Terrorgruppen in der Region ankämpfen."

Der Ministerpräsident sagte am Samstag gegenüber, dass jede Terrororganisation, die die Türkei bedrohe, einschließlich der PKK/PYD/YPG, Daesh oder DHKP-C, weiterhin Angriffsziele bleiben werden. Die Türkei werde nicht zögern, die notwendigen Schritte für die Sicherheit des Volkes zu unternehmen.

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