Türkei weist Behauptung über Truppenreduzierung in Nordzypern zurück

DAILY SABAH
ISTANBUL
Veröffentlicht 29.06.2017 17:13
IHA

Der Sprecher des türkischen Außenministeriums, Botschafter Hüseyin Müftüoğlu, sagte, dass Erzählungen über einen vierstufigen Plan zur Verringerung der militärischen Präsenz auf der geteilten Insel „nicht wahr" seien.

Die in den Berichten erwähnten Prozentsätze seien ebenfalls falsch gewesen, fügte Müftüoğlu hinzu.

Die Behauptungen kommen inmitten von internationalen Gesprächen zur Lösung der Zypern-Frage, die derzeit im alpinen Ferienort Crans-Montana in der Schweiz stattfinden.

Die türkisch-zypriotische Spitze Mustafa Akıncı und sein griechisch-zypriotischer Amtskollege Nicos Anastasiades trafen am Donnerstag in Crans-Montana ein. Bereits vor Ort sind der UN-Gesandte Espen Barth Eide, der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu und der griechischen Außenminister Nikos Kotzias.

Die UNO möchte einen Friedensvertrag aushandeln, um Zypern in einem ungeteilten Staat zu vereinen, jener Staat könnte auch die Zukunft der Beziehungen Europas zur Türkei beeinflussen.

Die letzte Runde der Zypern-Gespräche begann am Mittwoch und wird voraussichtlich etwa eine Woche dauern.

Mittlerweile wurde am Freitag auch der UN-Generalsekretär Antonio Guterres in die laufende Diskussion eingeladen.

Der Neustart der Zypern-Gespräche am 28. Juni, wurde Anfang in diesem Monats bekannt gegeben, nachdem Guterres den türkisch-zypriotischen und griechisch-zypriotischen Regierungsführer in New York getroffen hatte.

Der letzte Versuch, die Krise zu lösen, endete im Jahr 2004, nachdem der UN-unterstützte Annan-Plan von griechisch-zypriotischen Wählern in einem Referendum abgelehnt wurde.

Laut türkischen diplomatischen Quellen sagte Çavuşoğlu am Mittwoch: „Wir sind hier, um eine Lösung zu finden. Der 50-jährige Konflikt sollte zu einem Ende kommen."

Die östliche Mittelmeerinsel ist seit 1974 geteilt, nachdem ein griechischer zypriotischer Putsch, die Gewalt gegen die türkische Minderheit auf der Insel anfeuerte. Ankara startete daraufhin eine Militärintervention zum Schutz der Minderheit, deren Existenz bedroht wurde und es bereits zu Massakern kam.

Ankara hat dort bis heute seine militärische Präsenz bewahrt, um Sicherheit für die türkische Gemeinde auf der Insel gewähren zu können.

Akıncı und Anastasiades sind seit Oktober 2015 an Gesprächen zur Wiedervereinigung beteiligt.

Die Beiden trafen sich im vergangenen Jahr mehrmals in Genf und Mont Pelerin, aber ihr letztes Treffen im Februar war mit einer Kontroverse über eine griechisch-zypriotische Entscheidung verbunden. Es ging um die Andacht des Enosis-Referendums 1950, wo man auf einen Zusammenschluss mit Griechenland abzielte.

Fragen über das Sicherheits- und Garantiesystem, blieben bis heute ungelöst.

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