Erdoğan ruft internationale Gemeinde zum gemeinsamen Kampf gegen Terror auf

DAILY SABAH
ISTANBUL
Veröffentlicht 09.07.2017 16:17
EPA

Die Türkei betonte die Notwendigkeit einer konsequenten und entschlossenen Haltung gegenüber dem globalisierenden Terrorismus, sagte Präsident Recep Tayyip Erdoğan am Samstag bei einer Pressekonferenz nach dem G20-Gipfel in Hamburg.

Er sprach sich auf gegen die US-Waffenunterstützung der syrischen PKK-Ableger YPG aus, mit dem Ziel die Daesh im syrischen Raqqa zu bekämpfen. „Wir werden niemals schweigen, wenn Unterstützung und Waffen an terroristische Organisationen in der Nähe unserer Grenzen zur Verfügung gestellt werden", so Erdoğan.

Erdoğan fügte hinzu, dass die Türkei weiterhin auf Bedrohungen reagieren werde und keinen kurdischen Staat in Nordsyrien zulassen werde.

Bezüglich des geplanten Referendums zur Unabhängigkeit der Autonomen Region Kurdistan (KRG) erklärte der Präsident, dass die Türkei ein geteiltes Irak nicht unterstützt und ein Referendum den Frieden und die Stabilität im Land verletzen würde.

„Die Türkei kann nicht zulassen, dass der Irak geteilt wird. Wenn der Norden geteilt wird, wird sich dies auf die Turkmenen, Araber ausstrecken und es könnte sogar zu konfessionellen Trennungen zwischen Schiiten und Sunniten stattfinden."

Erdoğan äußerte sich auch zu den Zypern-Gesprächen, die letzte Woche in Crans-Montana fehl schlugen, und sagte, dass die Türkei ihre Bemühungen fortsetzen werde, um das Problem bei verschiedenen Parametern zu lösen. Dasselbe werde von den anderen Parteien erwartet.

Er kritisierte auch die Entscheidung Deutschlands, ihm nicht zu erlauben mit den in Deutschland lebenden türkischen Staatsbürgern zu sprechen und beschuldigte Deutschland, die Terrororganisation PKK zu unterstützen, während ihm eine Rede untersagt wird.

„Diejenigen, die einem demokratisch gewählten Präsidenten nicht erlauben, sich an seine Leute zu wenden, können nicht über Redefreiheit sprechen", sagte Erdoğan.

Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel sagte eine Woche vor dem G20-Gipfel, dass Deutschland einen Auftrittsantrag von Erdoğan ablehnen werde.

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