Präsident Erdoğan reist in die Golfstaaten

DAILY SABAH
ISTANBUL
Veröffentlicht 18.07.2017 13:00
Präsident Erdoğan reist in die Golfstaaten

Präsident Recep Tayyip Erdoğan plane zwischen dem 23. und 24. Juli Saudi-Arabien, Kuwait und Katar zu besuchen, teilten diplomatische Quellen am Dienstag mit.

Erdoğan ist ein fester Verbündeter von Katar und bekräftigt immer wieder seine Unterstützung für das Land, er forderte bereits mehrmals die vollständige Aufhebung der von den arabischen Staaten verhängten Blockade.

Saudi-Arabien, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), die Komoren, Bahrain, Jemen und die Malediven brachen die diplomatischen Beziehungen zu Katar am 5. Juni ab und verhängten eine Verkehrs- und Handelsblockade, weil sie das Land beschuldigen, den Terrorismus zu unterstützen. Auch Mauretanien schloss sich an, während Jordanien seine diplomatischen Beziehungen zu Katar lediglich herabstufte. Doha leugnet die Vorwürfe und charakterisiert sie als einen „ungerechtfertigten" Versuch, das Land diplomatisch zu isolieren. Die Türkei hatte sich kurz darauf dazu bereit erklärt, die Führung bei der Krisenlösung zu übernehmen.

Entsprechend den lokalen Medienberichten, beschuldigen Saudi-Arabien, Bahrain, Ägypten und die VAE im speziellen 59 Einzelpersonen und 12 Wohltätigkeitsorganisationen in dem gasreichen Wüstenstaat, Verbindungen zu Terroristen zu haben.

Die Liste umfasst auch den ägyptischen Vorsitzenden der „Internationalen Vereinigung der islamischen Gelehrten" Yousef el-Qaradawi und Abdullah bin Khalid, den ehemaligen katarischen Innenminister. Der Antrag wurde offiziell von den katarischen Behörden abgelehnt.

Katar zählt zwar, dank seiner riesigen Gasvorkommen, zu den reichsten Staaten der Welt, doch besteht der Kleinstaat im Persischen Golf fast vollständig aus Wüstenregionen. Zur Versorgung der 2,6 Millionen Einwohner ist das Emirat auf Nahrungsmittelimporte angewiesen. Nach der Schließung seiner einzigen Landgrenze zu Saudi-Arabien bleibt dafür nur noch der Luft- oder Seeweg.

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