CHP-Chef Kılıçdaroğlu verurteilt PKK Lehrer-Mord

DAILY SABAH
ISTANBUL
Veröffentlicht 19.07.2017 17:45
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Der Vorsitzende der oppositionellen „Republikanischen Volkspartei" Kemal Kılıçdaroğlu verurteilte die Ermordung von Necmettin Yılmaz, einem 23-jährigen Lehrer, der im vergangenen Monat in der südöstlichen Provinz Şanlıurfa von der PKK getötet wurde.

Kılıçdaroğlu sprach am Dienstag in der parlamentarischen Fraktionssitzung, verurteilte die Tötung des 23-Jährigen und drückte sein Beileid an die Familie des jungen Lehrers und allen Erziehern in der Türkei aus.

„Er [Yılmaz] war erst am Anfang seines Weges. Er wurde in Gümüşhane geboren und arbeitete im Siverek-Bezirk in Şanlıurfa. Er war nicht nur ein Lehrer, sondern ein wahrer Held", so der CHP-Chef.

Yılmaz reiste am 16. Juni von Şanlıurfa nach Gümüşhane, wo er zunächst angegriffen, danach entführt und am Schluss von der PKK getötet wurde. Sein in Brand gesetztes Auto wurde später im Pülümür-Tal gefunden.

Sein Körper wurde am vergangenen Mittwoch in der Nähe eines Baches im Tal gefunden, bestätigte das Gouverneursbüro in Tunceli. Yılmazs Beerdigung fand am Sonntag statt.

Kılıçdaroğlu sagte, er verurteile jede Art von Terror, egal ob es die PKK, der Gülenisten-Terrorkult (FETÖ) oder die „Revolutionäre Volksbefreiungspartei-Front" (DHKP-C) ist und lobte die „kontinuierlichen Anti-Terror-Bemühungen" der türkischen Sicherheitskräfte.

Die PKK wird von der Türkei, der USA und der EU als Terrororganisation angesehen. Sie setzte ihren 30-jährigen bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat im Juli 2015 fort. Seitdem starben mehr als 800 Mitglieder der Sicherheitskräfte und über 300 Zivilisten. Mehr als 10.000 PKK-Terroristen wurden bei den Operationen in der Türkei und im Nordirak getötet.

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