Bozdağ verurteilt Iran-Sanktionen, Untersuchungen gegen Bodyguards in USA

DAILY SABAH
ISTANBUL
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Die laufende Untersuchung gegen einen ehemaligen türkischen Minister in den USA sei nichts anderes als die Fortsetzung der Operation des Gülenisten-Terrorkults (FETÖ) zwischen dem 17. und 25. Dezember 2013 gegen die türkische Regierung, sagte am Montag der türkische Regierungssprecher und stellvertretender Ministerpräsident Bekir Bozdağ.

Alle Handelsbeziehungen zwischen der Türkei und dem Iran stünden im Einklang mit dem Völkerrecht, erklärte Bozdağ nach einer Kabinettssitzung und fügte hinzu, dass alle Bankgeschäfte mit dem Iran unter der strengen Überwachung der Regierung stünden.

„Der ehemalige Wirtschaftsminister Zafer Çağlayan schützte die Interessen der Türkei und tat dies im Einklang mit dem nationalen und internationalen Recht. Hier geht es um etwas ganz anderes, das alles ist nämlich ein Teil eines sehr schmutzigen Spiels", fügte er hinzu.

Bozdağ schloss jegliche Existenz von glaubwürdigen Beweisen aus, die ein Fehlverhalten von Çağlayan belegen würden und rief die US-Behörden dazu auf, es nicht zu erlauben, dass verschiedene Personen oder Gruppierungen die Beziehungen zwischen der Türkei und den USA verletzten.

Bundesanwälte in New York erhoben kürzlich Anklage gegen den früheren Wirtschaftsminister. Er soll mitgeholfen haben, mit dubiosen Gold- und Geldtransfers, das Iran-Embargo zu unterlaufen.

Bozdağ erklärte zudem, dass die in den USA jüngst eingereichte Anklage gegen Präsident Recep Tayyip Erdoğans Sicherheitspersonal, das ihn auf seiner Reise nach Washington begleitete, die bilateralen Beziehungen verletze.

„Die Türkei wird eine solche voreingenommene Anklage nicht annehmen, die sogar Wächter anklagt, die während der Krawalle nicht einmal anwesend waren", fügte der Regierungssprecher hinzu.

Während Erdoğans USA-Besuch im Mai, hatten Hunderte PKK-Anhänger am Gelände der türkischen Botschaft in Washington, das anwesende türkische Sicherheitspersonal beschimpft und mit gefährlichen Gegenständen beworfen. Auch anwesende Zivilisten wurden verletzt.

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