Putin zu Erdoğan: Russland kennt die „Provokateure“ hinter dem Angriff auf die Syrien-Basis

DAILY SABAH
ISTANBUL
Veröffentlicht
IHA

Russlands Präsident Vladimir Putin erzählte seinem türkischen Amtskollegen, dass er weiß, welcher „Provokateur" hinter dem Drohnenangriff auf die russische Militärbasis in Syrien steckt. Der Angriff hat sich im letzten Monat ereignet.

Während des Telefonats, initiiert von Putin, erklärte der russische Präsident, dass die Türkei nichts mit dem Drohnenangriff in Syrien zu tun hätte. Der russische Verteidigungsminister erklärte am Mittwoch, dass die Drohnen, die letzte Woche den russischen Flugraum und syrische Marinestützpunkte angegriffen hatten, von Positionen der „moderater Opposition" gestartet worden seien. „In den Dokumenten wird darauf hingewiesen, dass Ankara seinen Verpflichtungen nachkommen muss, um die Einhaltung der Feindseligkeiten durch die seiner Kontrolle unterstehenden Streitkräfte zu gewährleisten. Die Arbeiten zur Errichtung von Beobachtungsposten in der Deeskalationszone von Idlib müssen intensiviert werden, um solche Angriffe durch bewaffnete Drohnen zu verhindern", so das Ministerium.

Einige der 13 bewaffneten Drohnen waren in Angriffe auf Russlands Hemeimeem-Luftbasis und dem Marinestützpunkt Tarsus in Syrien verwickelt. Das russische Verteidigungsministerium meldete keine Verluste oder Schäden nach den Angriffen.

Außenminister Çavuşoğlu hatte seinerseits an Iran und Russland appelliert, die Angriffe des Assad-Regimes gegen die moderaten Oppositionseinheiten in Idlib zu verhindern – mit dem Hinweis, dass beide Staaten ihren Pflichten als Garantiestaaten nachkommen müssten.

Türkei und Russland, zusammen mit dem Iran, gehören zu den Garantiestaaten, die im Dezember 2016 einen Waffenstillstand in Syrien vermittelten, welcher in die Astana-Verhandlungen mündete - die parallel zu den UN–initiierten Diskussionen in Genf abgehalten wurden. Die Bemühungen zielen darauf ab, den seit sechs Jahren andauernden Krieg zu beenden.

Im September hatten die drei Staaten für eine gemeinsamen Überwachung einer vierten sicheren Zone um die Provinz Idlib herum zu zugestimmt - Im Rahmen eines dreiteiligen Plans zur Eindämmung des Syrienkonfliktes. Dieser forderte bereits hunderttausende Menschenleben.

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