Außenministerium verurteilt Verbrennen von türkischer Flagge in Athen

DAILY SABAH
ISTANBUL
Veröffentlicht
AP

Das türkische Außenministerium hat am Mittwoch das Unbehagen der Türkei gegenüber den öffentlich gewordenen Szenen vom Verbrennen einer türkischen Flagge in Griechenland geäußert. Das Ministerium verurteilte die Verbrennung der Flagge in einer entsprechenden Erklärung.

Die von einer rechtsextremen Partei organisierte Kundgebung fand am 5. März in Athen statt.

„Wir fordern, dass die griechischen Behörden die Täter festnehmen, die diese schändliche Tat gegen unsere Flagge begangen haben, und sie so schnell wie möglich vor Gericht stellen."

Unterdessen kritisierte der Sprecher des Außenministeriums, Hami Aksoy, auch den griechischen Präsidenten Prokopis Pavlopoulos, der angeblich gesagt habe, dass Griechenland nicht über das Territorium verfüge, das es historisch hätte haben sollen. Ergänzend dazu soll er gesagt haben: „Wenn die Geschichte uns zwingt, werden wir tun, was unsere Vorfahren getan haben."

Präsident Pavlopoulos müsse das Völkerrecht und die Grenzen der Türkei respektieren und auf eine derartige Rhetorik verzichten. Dies führe sonst zu unnötigen Spannungen, so Aksoy.

Die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen der Türkei und Griechenland spitzen sich weiter zu. Grund dafür sind unter anderem die Konfrontation um die Kardak-Inseln in der Ägäis und die illegale Überschreitung der türkischen Grenze seitens zwei griechischer Soldaten. Die beiden Soldaten waren letzte Woche unter dem Vorwurf der Spionage und des Hausfriedensbruches angeklagt und in der nordwestlichen Provinz Edirne verhaftet worden.

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