Yıldırım: Beziehungen zur USA hängen nicht von Einzelpersonen ab

DAILY SABAH
ISTANBUL
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Ministerpräsident Binali Yıldırım hat sich am Mittwoch vor seiner Aserbaidschan-Reise zur Entlassung des US-Außenministers Rex Tillerson geäußert. Die türkisch-amerikanischen Beziehungen hingen nicht von Einzelpersonen oder ihren persönlichen Ansichten ab.

„Wer auch immer kommen mag, die Haltung der Türkei ist die gleiche. Es ist für uns nicht sonderlich wichtig, was (…) der neue Minister von der Türkei hält", so Yıldırım. Er hoffe, dass sich die Beziehungen zu den USA nun bessern würden.

Am Dienstag hatte US-Präsident Donald Trump über den Kurznachrichtendienst Twitter bekannt gegeben, dass der derzeitige US-Außenminister Tillerson von CIA-Chef Mike Pompeo ersetzt werde.

In den letzten Jahren gab es zahlreiche Streitpunkte zwischen den USA und der Türkei. Aktuell ist die US-Unterstützung für den syrischen PKK-Ableger YPG eine der wichtigsten Gründe für die kritischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

Für den 19. März war eigentlich ein Treffen über die türkisch-amerikanische Politik in Nordsyrien geplant. Hauptthema dabei sollte die von den YPG/SDF kontrollierte Stadt Manbidsch sein.

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem russischen Amtskollegen Sergei Lawrow erklärte Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu jedoch, dass das geplante Treffen aufgrund der Änderung des US-Außenministerpostens verschoben werden könnte.

Er und Tillerson hätten in Vergangenheit konstruktive Gespräche geführt, auch wenn die zwischenstaatlichen Beziehungen derzeit angespannt seien, so Çavuşoğlu. Er hoffe, dass ein ähnlicher Dialog auch mit Pompeo möglich ist.

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