Nach Gaza-Massaker: Türkei fordert israelischen Botschafter zur Ausreise auf

DAILY SABAH MIT REUTERS
ANKARA
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Nach der jüngsten Gewalteskalation im Nahen Osten hat die Türkei den israelischen Botschafter zum Verlassen des Landes aufgefordert.

Der Diplomat sei über den Rückruf des türkischen Vertreters in Israel informiert worden, verlautete aus Kreisen des Außenministeriums am Dienstag.

Zugleich sei ihm zu verstehen gegeben worden, dass es angemessen sei, einige Zeit in sein Land zurückzukehren.

Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte Israel nach den unverhältnismäßigen Gewalt der israelischen Soldaten an der Grenze zum Gazastreifen Völkermord vorgeworfen und das Land als Terrorstaat bezeichnet. Am Montag waren im Gazastreifen mehr als 60 Palästinenser getötet worden, mindestens 2.400 Menschen wurden verletzt.

Regierungssprecher Bekir Bozdağ machte die USA für die Gewalt an der Grenze zum Gazastreifen mitverantwortlich. "Das Blut unschuldiger Palästinenser klebt an den Händen der Vereinigten Staaten", sagte er. Die USA seien Teil des Problems nicht der Lösung. Die USA hatten am Montag, dem 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels, ihre Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt.

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