Deutsche Politiker fordern Verbot von türkischem Wolfsgruß

AFP
BERLIN
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Deutsche Politiker fordern Verbot von türkischem Wolfsgruß

Nach entsprechenden Plänen in Österreich haben sich auch erste deutsche Politiker für ein Verbot des türkisch-nationalistischen Wolfsgrußes ausgesprochen. Der CDU-Innenpolitiker Christoph de Vries forderte am Dienstag ein Verbot der Grauen Wölfe, ihrer Symbole und Gesten wie des Wolfsgrußes.

"Jede Form des Faschismus ist menschenverachtend und eine Bedrohung für unsere freiheitliche Gesellschaft", sagte de Vries der "Bild"-Zeitung (Dienstagsausgabe). Die Vize-Fraktionschefin der Linken, Sevim Dağdelen, sagte dem Blatt, "der Gruß der Grauen Wölfe, einer der größten rechtsextremistischen und verfassungsfeindlichen Organisationen in Deutschland, ist mit dem Hitler-Gruß durchaus vergleichbar und sollte daher verboten werden".

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz und sein Vize Heinz-Christian Strache planen ein Verbot von Symbolen, die den demokratischen Grundwerten widersprechen. Wer ab März 2019 Symbole der Muslimbruderschaft, der faschistischen Ustascha, der Terrororganisation PKK oder der Grauen Wölfe zeigt, muss demnach mit einer Geldstrafe von 4000 Euro rechnen. Allerdings zweifeln Kritiker an der Umsetzbarkeit des Verbots.

Die Grauen Wölfe sind Anhänger der rechten türkischen Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP). Beim Wolfsgruß werden zwei Finger einer Hand als Ohren abgespreizt und die anderen drei zur Schnauze geformt.

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