Ankara und Berlin verurteilen Angriffe auf saudische Ölraffinerie

DAILY SABAH MIT AGENTUREN
ISTANBUL
Veröffentlicht 16.09.2019 16:38
Aktualisiert 17.09.2019 11:45
AA

Die Außenministerien der Türkei und Deutschlands haben angesichts der Drohnenangriffe auf die größte Ölraffinerie Saudi-Arabiens ihre Besorgnis geäußert.

In einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung verurteilte das türkische Außenministerium die Angriffe auf die zwei Werke der Firma „Saudi Aramco". Darin wurde außerdem vor „provokanten Schritten" gewarnt, die die Stabilität und Sicherheit der Golfregion gefährden könnten.

Ein Tag später äußerte sich auch Bundesaußenminister Heiko Maas. Die Attacken könnten nach seiner Einschätzung die Lage in der Golf-Region noch weiter verschärfen. Sie seien „durch nichts zu rechtfertigen" und erhöhten die Gefahr, dass die Situation „weiter eskaliert", schrieb das Außenministerium am Montag auf dem Onlinedienst Twitter. „Wir analysieren mit Partnern und mit der notwendigen Besonnenheit, wer verantwortlich ist", hieß es weiter. Die Lage sei „besorgniserregend".

Nach den Drohnenangriffen auf zwei Öl-Anlagen in Saudi-Arabien am Samstag hatte US-Präsident Donald Trump gewarnt, die USA stünden mit „geladener" Waffe bereit, um auf die Attacken zu reagieren. Die USA machen den Iran für die Angriffe verantwortlich, Teheran weist die Vorwürfe zurück.

Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen