Fast 50.000 Menschen besuchten letztes Jahr die wirbelnden Derwische in Konya

DAILY SABAH MIT ANADOLU AGENTUR
ISTANBUL
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Im Jahr 2017 besuchten fast 50.000 Menschen die fesselnden „Sama"-Zeremonien, die von wirbelnden Derwischen in der türkischen Provinz Konya durchgeführt werden.

Die spirituelle Gebetsform, um die göttliche Nähe zu erfahren, ist das Vermächtnis von Mevlana Dschalāl ad-Dīn ar-Rūmī, dem Dichter, Gelehrten und Sufi-Mystiker aus dem 13. Jahrhundert, der in der westlichen Welt auch ganz einfach als „Rumi" bekannt ist.

Die Sama-Zeremonien in Konya hätten die Welt schon seit Jahrhunderten erhellt, sagte der Bürgermeister von Konya, Tahir Akyürek, der Agentur Anadolu am Freitag. Die Gemeinde in Konya organisiere außerdem das ganze Jahr hindurch jeden Samstag Bildungsprogramme und andere Veranstaltungen im örtlichen Mevlana-Kulturzentrum.

Masnavi-Kurse, die über die spirituellen Werke von Rumi unterrichten, werden vor den Samstagszeremonien auf Türkisch und Englisch angeboten.

Rumis „Masnavi", eine Sammlung mit mehr als 50.000 Versen, ist vielleicht das einflussreichste Werk, dass die Sufi-Tradition bis heute hervorgebracht hat. Die Sammlung ist bis heute in 25 Sprachen übersetzt worden.

Rumis Werke entstanden größtenteils in Konya - dort wurde er auch 1273 n. Chr. Begraben. Nach Rumis Tod gründeten seine Anhängern den Mevlevi-Orden.

Jedes Jahr findet vom 7. bis zum 17. Dezember eine internationale Gedenkzeremonie, die sogenannte „Şeb-i Arus"-Feier, in Konya statt, die den Jahrestag von Rumis Rückkehr zu Gott gedenkt.

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