Ägäis: Keine Flüchtlingsopfer im April 2016

DAILY SABAH MIT ANADOLU AGENTUR
ISTANBUL
Veröffentlicht 04.05.2016 13:12
EPA

Laut den zusammengestellten Daten der Küstenwache berichtete die Anadolu Nachrichtenagentur, dass es im April 2016 keine Flüchtlingsopfer in der Ägäis gegeben hat. Der Rückgang der Todesfälle folgt dem Rückübernahmeabkommen, deren Ziel es war, die Menschenschmuggler-Banden zu stoppen, die Flüchtlinge und Migranten über den Ägäis zu den nahe gelegenen griechischen Inseln schmuggelten.

Im März diesen Jahres starben 32 Menschen, im Februar waren es insgesamt 38 und 103 Menschen kamen im Januar ums Leben.
Doch fünf Menschen -darunter ein Kind- starben, als ein Boot bei der griechischen Insel Samos in der Ägäis am 9. April sank.
Die verzweifelten Fahrten der Migranten und Flüchtlinge erreichten ihren Höhepunkt, als manche europäische Länder bekannt gaben, dass sie Tausenden von Menschen aufnehmen würden.

Laut den Zahlen der türkischen Küstenwache kamen 279 Menschen 2015 in der Ägäis ums Leben, meist weil sie unsichere Boote verwendeten. Januar 2015 war der einzige andere Monat, in dem es keine Opfer in der Ägäis gab. Doch von da an bis April diesen Jahres starben insgesamt 453 Menschen bei den gefährlichen Reisen.

Die Türkei und die EU einigten sich bei einem Gipfel im März, um den Strom der Flüchtlinge drastisch einzudämmen. Mit dem 'Türkei-EU-Abkommen' werden alle Flüchtlinge, die seit dem 20. März von der Türkei aus illegal nach Griechenland kamen und kein Asyl in Griechenland beantragen oder deren Anträge abgelehnt wurden, in die Türkei zurückgebracht. Außer Diejenigen, die nachweisen können, dass sie in der Türkei verfolgt werden.

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