„Die PKK hat mich zum Kampf gezwungen"

DAILY SABAH MIT ANADOLU AGENTUR
ISTANBUL
Veröffentlicht 26.05.2016 16:22
„Die PKK hat mich zum Kampf gezwungen

Eine Terroristin, die sich den Sicherheitskräften stellte, sagte, dass sie durch die PKK gezwungen wurde gegen die Türkei zu kämpfen.

Gemäß einem Video, das am Mittwoch von den türkischen Streitkräften veröffentlicht wurde, befand sich Zehra K. unter 25 Terroristen, die sich am Dienstag in Mardin, dem Bezirk Nusaybin, der türkischen Armee ergaben.

In einem anderen Video trifft sich Zehra K. anschließend mit ihren Eltern und betont, dass ihr größter Fehler es war, sich von der Terrororganisation PKK täuschen zu lassen, "da die PKK beide zerstört: Die Türkische Republik und die Kurdische Nation."

„Also, was ich den jungen Menschen sagen will, ist, dass die Organisation [PKK] mich dazu zwang, und sie Zuflucht zum Staat nehmen sollten. Ich persönlich hatte keine Hoffnung mehr. Wir ergaben uns selbst. Wenn es nach mir ginge, hätte ich gefeuert, aber der Staat öffnete uns seine Arme: Sogar in einem Prozess wie diesem, sogar in einem Umfeld wie diesem. Der Staat gab mir jede Chance und zwang mich nichts zu tun. Sie behandelte mich so gut wie sie konnte. Sie behandelten mich in einer Weise, die sie nicht sollten", sagte Zehra K.

Am 16. Mai fanden die Sicherheitskräfte bei den Operationen in Nusaybin ein Notizheft, das Zehra K. gehörte, in dem sie schrieb, dass es ein Fehler war der PKK beizutreten. Im Schreiben bat sie diejenigen, die das Notizheft finden, dieses an ihre Eltern zu übergeben, was die Sicherheitskräfte auch taten.

Ihr Vater sprach daraufhin zur Anadolu Nachrichtenagentur und rief seine Tochter auf, sich zu ergeben.

Die PKK wird von der Türkei, der USA und der EU als Terrororganisation angesehen. Die Terroristen nahmen ihren 30-jährigen Kampf im Juli 2015 wieder auf. Seitdem sind mehr als 480 türkische Sicherheitskräfte gestorben, und mehr als 4900 PKK-Terroristen wurden getötet.

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