Gülen bedroht Türkei in seinem neuesten Video, sagt seine schlafenden Soldaten warten auf Befehle

DAILY SABAH
ISTANBUL
Veröffentlicht 11.09.2016 15:55

In seiner neuesten Rede sagte der Anführer des Gülenisten-Terrorkults (FETÖ) Fethullah Gülen, dass seine schlafenden Soldaten auf einen Befehl warteten, womit er andeutet, dass die Türkei bald einer weiteren Bedrohung gegenüberstehen könnte.

Gülen verglich in seiner FETÖ-Mitteilung seine Mitglieder mit Gehirnzellen. Er erklärte, dass das Gehirn mehr als 10 Milliarden Zellen habe, und sagte, dass alle auf einen Befehl, einen Auftrag warteten.

„Gott hat sie nicht ohne Grund dorthin gesetzt, wenn es schon so viele Soldaten dort gibt, können Sie viele Dinge erobern", sagte er und wies auf die Gülenisten-Infiltration in der Armee hin.

Er betonte, dass seine Soldaten bereit stehen und fügte hinzu: „Aber ich denke sie schlafen, weil ihnen keine Pflichten gegeben wurden oder keinerlei Schwierigkeiten hatten."

Während die FETÖ jegliche Beteiligung am 15. Juli-Putschversuchs bestreitet, löste Gülen Kontroverse aus, indem er die Menschen beleidigte, die gegen den Putschversuch protestierten.

Am 22. Juli nannte Gülen die Millionen von Menschen, die gegen den Putschversuch in der Türkei protestierten, als „Narren".

FETÖ, auch bekannt als die Gülen-Bewegung, arbeitet in einem geheimen Netzwerk, mit Anführern und Vertreten in Bezirken, Provinzen und Ländern, die als Insider und Entscheidungsträger die Bewegung steuern.

Sie werden beschuldigt hinter dem Putschversuch zu stecken, wobei etwa 240 Menschen getötet und mehr als 2.000 seitens der Putschist-Soldaten verletzt wurden.

Gülen gehört zu den meist gesuchten Verbrechern im Land und es werden gewaltige Anstrengungen ausgeübt, um seinen internationalen Haftbefehl durchzuziehen.

Zurzeit lebt der in einem Komplex der Bewegung in Saylorsburg, Pennsylvania.

Ankara ersucht seine Auslieferung aus den Vereinigten Staaten und hat zu Beginn dieser Woche die Dokumente vorgelegt.

Gülenisten führen ein riesiges Netzwerk von Schulen in der ganzen Welt, investieren aber hauptsächlich in Charter-Schulen in den USA, die staatliche Förderungen erhalten, aber unabhängig vom öffentlichen Schulsystem operieren.

Dutzende Gülenisten-Schulen werden kritisiert und derzeit aufgrund des angeblichen Missbrauchs der Zuschüsse des Bundes und Visaregelung gegen sie ermittelt.

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